Seniorenkommission des Odenwaldkreises konstituiert sich

Die Seniorenkommission des Odenwaldkreises ist jüngst im Landratsamt zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammengekommen. Michael Vetter, Kreisbeigeordneter und zuständig für Arbeit und Soziale Sicherung, begrüßte die Mitglieder im Auftrag des Landrats. Neben der Vorstellung der neu gewählten Mitglieder standen die Gewinnung und Integration internationaler Pflegekräfte sowie aktuelle Entwicklungen in der Pflegeausbildung im Mittelpunkt.

Zur Seniorenkommission gehören Vertreterinnen und Vertreter von mehr als 15 Organisationen, des Kreistags sowie der Kreisverwaltung. Das Gremium sorgt dafür, dass die Bedürfnisse älterer Menschen bei wichtigen Entscheidungen berücksichtigt werden, es entwickelt Lösungsvorschläge und setzt sich für Verbesserungen ein.

Zugang zum Arbeitsmarkt für internationale Fachkräfte

Ein thematischer Schwerpunkt der Sitzung war die Beschäftigung internationaler Fachkräfte. „Sie sind auch bei uns im Odenwaldkreis unerlässlich, um auf Dauer eine gute stationäre wie ambulante Pflege und Gesundheitsversorgung anbieten zu können“, hob Vetter hervor. Er warb dafür, sich vom Pflegequalifizierungszentrum (PQZ) Hessen beraten zu lassen. „Jene Unterstützung ist eine wichtige Komponente, um den Fachkräftebedarf in Gesundheits- und Pflegeberufen sicherzustellen“.

Das PQZ Hessen mit 18 Mitarbeitenden unterstützt zum einen internationale Fachkräfte bei Fragen rund um den Zugang zum hessischen Arbeitsmarkt und die Anerkennung beruflicher Qualifikationen, wie Stefan Hagen erläuterte. Er leitet das Zentrum, das in Cölbe ansässig ist. Genauso berät das PQZ Hessen aber auch Unternehmen der Pflege- und Gesundheitsbranche zu allen relevanten Themen rund um Anwerbung und Beschäftigung.

Zu den Angeboten zählen Informationsveranstaltungen, individuelle Beratungsgespräche und bei Bedarf Teamschulungen für Beschäftigte. Ziel ist es, internationale Pflege- und Gesundheitsfachkräfte bei ihrem Einstieg zu begleiten und sie langfristig in den hessischen Arbeitsmarkt zu integrieren. Hagen zufolge betreffen rund 95 Prozent der Anfragen Klärungsbedarfe bei der Arbeitssuche oder bei der Anerkennung von Qualifikationen.

Weitere Informationen gibt es auf der Homepage www.pqz-hessen.de.

Neue Ausbildung zu Pflegefachassistenz

In der Sitzung wurde auch die Situation der Pflegeausbildung in den Blick genommen. Ein Augenmerk lag auf der neuen Ausbildung zur Pflegefachassistenz, der zum 1. Januar 2027 an den Pflegeschulen des Gesundheitszentrums Odenwaldkreis (GZO) starten soll. Er löst die bisherige Ausbildung zum Altenpflegehelfer beziehungsweise zur Altenpflegehelferin ab und dauert 18 Monate in Vollzeit, wie die Leiterin der Pflegeschulen, Patricia Fink, schilderte.

Auch die Ausbildung zur Pflegefachkraft war ein Thema. Die generalistische Pflegeausbildung, die seit 2020 die früheren Pflegeausbildungen zusammenführt, stellt neue Anforderungen an die praktische Ausbildung, vor allem in der Kinderkrankenpflege. Eine Aufgabe ist es gerade dort, ausreichend Praxisplätze bereitzustellen. Dabei sind Kooperationen mit Einrichtungen wie Kindergärten, Schulen und ambulanten Pflegediensten besonders wichtig.

Zurzeit befinden sich 102 Schülerinnen und Schüler in drei Jahrgängen in den Pflegeschulen. Im Jahr 2026 haben 64 Auszubildende ihre Ausbildung begonnen. Weitere Informationen gibt es auf der Seite www.gz-odw.de/pflegeschule.

Zu Beginn der Sitzung hatte Vetter auf das zehnjährige Bestehen des Pflegestützpunkts zurückgeblickt, das vor kurzem gefeiert worden war. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher hatten die Gelegenheit genutzt, sich im Landratsamt bei einer Ausstellung regionaler Anbieter und drei Fachvorträgen über Angebote und Themen rund um die Pflege zu informieren.