Die Kreisverwaltung setzt seit 15 Jahren auf die erfolgreiche Verbindung von Studium und beruflicher Praxis im Rahmen des dualen Bachelor-Studiengangs „Soziale Sicherung und Sozialverwaltungswirtschaft“ (BASS) der Hochschule Fulda. Gemeinsam werden so dringend benötigte Fachkräfte ausgebildet, die vor allem im Kommunalen Job-Center (KJC) eingesetzt werden können.
Der nächste Jahrgang steht schon bereit: Gabriela Ninic, Beyza Palalioglu und Meryem Gül Yarali haben ihre Arbeit in der Kreisverwaltung bereits aufgenommen und wurden nun gemeinsam mit allen anderen Erstsemestern in der Hochschule Fulda offiziell begrüßt. Zur Feierstunde am 9. Oktober ist auch Veronika Belfiore-Aßmann angereist. „Wir freuen uns alle über die neuen Studierenden“, sagt die Leiterin des Teams U25/Arbeitsmarktplanung im KJC. „Das möchte ich auch hier vor Ort zum Ausdruck bringen.“

Tags zuvor standen drei andere BASS-Studierende aus der Kreisverwaltung im Mittelpunkt: Lea Walther, Lukas Somberg und Marlon Werrmann werden ihr Studium zum 31. März 2027 beenden. In Fulda haben sie die Ergebnisse ihrer Abschlussarbeit zunächst ihren Professoren präsentiert, was als mündliche Prüfung gewertet wird, und dann auch vor einem größeren Publikum im Rahmen der BASS-Forschungsmesse der Hochschule. Dabei stellten Studierende insgesamt 20 Projekte vor, die die Vielfalt der Arbeit in den Job-Centern widerspiegeln.
„Wir hatten alle Freude an diesem Forschungsprojekt, das uns neue Einblicke geboten hat, die wir wissenschaftlich aufbereiten konnten“, so Walther, Somberg und Werrmann. Gemeinsam entwickelten sie ihr Konzept, formulierten Hypothesen, erhoben in einer mehrmonatigen Befragung Daten, werteten diese aus und verschriftlichten ihre Erkenntnisse in einer mehr als 30 Seiten umfassenden Arbeit, die sie Mitte September 2026 abgegeben haben. Dass sie nun im Rahmen der Forschungsmesse die mündliche Prüfung bestanden haben, erfüllt sie mit Stolz.
Die drei Studierenden der Kreisverwaltung haben das neue, mobile Beratungsangebot zum Gegenstand ihrer Forschung gemacht, das vom KJC gemeinsam mit der Kreis-Tochter InA gGmbH – Integration in Arbeit entwickelt wurde. Unter dem Motto „Beratung on Tour“ ist seit Anfang 2026 ein eigens umgebauter LKW im ländlich geprägten Kreisgebiet unterwegs. Damit entfallen längere, zeitraubende Wege ins Erbacher Job-Center, etwa für jene, die nur in eingeschränktem Maß mobil sind.
Zu den Kern-Ergebnissen ihrer Arbeit gehört, dass die Befragten das mobile Beratungsangebot sehr positiv sehen. So bewerten die Studierenden die aufsuchende Beratung im Sozialraum als „sinnvolle Ergänzung“ zum klassischen Beratungsangebot im Job-Center. Sie schlagen vor, mehr Möglichkeiten der Terminbestätigung und -erinnerung zu nutzen, um die Wahrnehmung der vereinbarten Termine zusätzlich zu unterstützen.
Im Rahmen der Präsentation ihrer Arbeit in Fulda stärkte Eva Wieck, Leiterin der Abteilung Soziale Sicherung, ihnen den Rücken. Begleitet wurden die Studierenden überdies von Lukas Köbler, der im Personalamt für die Auszubildenden und Studierenden zuständig ist, von Kevin Ihrig, Teamleiter in Wiecks Abteilung, sowie von anderen BASS-Studierenden der Kreisverwaltung.
Lea Walther ist in der Abteilung Soziale Sicherung tätig, Lukas Somberg und Marlon Werrmann arbeiten im KJC. „Wir sind sehr beeindruckt vom Engagement der drei Studierenden – sowohl bei der täglichen Arbeit als auch bei ihrem Forschungsprojekt“, so Wieck und Köbler. „Wir wünschen Ihnen viel Erfolg für die letzte Etappe des Studiums.“
