Mehr Sicherheit auf zwei Rädern: Der Odenwaldkreis investiert als Schulträger gezielt in die Praxis der Verkehrserziehung und hat für die Jugendverkehrsschule in Michelstadt 20 neue Fahrräder angeschafft. Vor kurzem übergab der Erste Kreisbeigeordnete und Schuldezernent Oliver Grobeis die Räder, mit denen die anwesenden Kinder direkt die ersten Runden drehten.
In der Jugendverkehrsschule werden Grundschulkinder auf die selbstständige Teilnahme am Straßenverkehr vorbereitet. Während Polizeibeamte den Unterricht übernehmen, stellt der Odenwaldkreis als Schulträger das Gebäude und die notwendigen Sachmittel bereit.
„Die Kinder sollen Spaß haben am Fahrradfahren, sie sollten schon zum Üben ordentliche Räder haben“, sagte Grobeis. Er würdigte das Engagement der Lehrkräfte, Polizeibeamten und Organisatoren. Selbst die beste Ausstattung helfe wenig, wenn nicht Menschen dahinter stünden, die sich mit Überzeugung für die Verkehrserziehung einsetzten.
Ralf Drexelius, Leiter der Verkehrsprävention im Polizeipräsidium Südhessen, unterstrich die Bedeutung der Radfahrausbildung. Jährlich würden in Südhessen rund 13.000 Schülerinnen und Schüler geschult, davon etwa 1.000 im Odenwaldkreis.
Das Verkehrserziehung keine trockene Angelegenheit sein muss, zeigte sich beim Austausch zwischen den anwesenden Schulkindern und Alexander Dörner von der Polizei Höchst, der die Jugendverkehrsschule des Odenwaldkreises betreut. Die Kinder wollten unter anderem wissen, warum sie eine Fahrradprüfung ablegen müssen und worauf es beim sicheren Radfahren besonders ankommt. Anschließend stellte Dörner ihnen Fragen. So entwickelte sich ein lebendiges Gespräch, bei dem die Kinder ihr Wissen einbringen konnten. Dörner bedankte sich für die neuen Fahrräder und freute sich über die Unterstützung für die Arbeit der Jugendverkehrsschule.
