„Bei uns setzen sich viele dafür ein, dass sich im Ort was bewegt,“ weiß Fränkisch-Crumbachs Bürgermeister Matthias Horlacher. Und deshalb hatte er zur jüngsten Bescheidübergabe im Rahmen des Dorfentwicklungsprogramm durch Landrat Frank Matiaske auch die Mitglieder der Steuerungsgruppe und den Gemeindevorstand eingeladen. Gemeinsam nahmen sie den Förderbescheid über 400.000 Euro für die Fassadensanierung und Erneuerung der Fenster am denkmalgeschützten Rathaus entgegen.
„Dorfentwicklung ist weit mehr als die Förderung einzelner kommunaler Projekte. Sie gibt wichtige Impulse für die Entwicklung eines ganzen Ortes und stößt gleichzeitig private Investitionen an“, betont Landrat Frank Matiaske. „Genau das können wir in Fränkisch-Crumbach sehr gut beobachten. Mit der Sanierung des historischen Rathauses investiert die Gemeinde in ein Gebäude, das das Ortsbild seit Jahrhunderten prägt. Gleichzeitig nutzen viele Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeiten der Dorfentwicklung, um selbst in ihre Gebäude und damit in die Zukunft ihres Ortes zu investieren. So entsteht eine Entwicklung, die von der Gemeinde und den Menschen gemeinsam getragen wird.“ Bei allen Vorhaben stehen die Mitarbeitenden der Abteilung Dorf- und Regionalentwicklung des Landratsamtes für die Antragsstellung unterstützend zur Seite.
Das Rathaus von Fränkisch-Crumbach wurde 1719 erbaut, ursprünglich als Pretlacksches Palais. Laut DenkXWeb, dem Portal des Landesamts für Denkmalpflege, wurde dafür Abbruchmaterial von der Burg Rodenstein verwendet. Im Rahmen des Dorfentwicklungsprogramm wurden im Vorfeld schon Planungskosten, Schadensgutachten und Fassadenaufmaß am Gebäude gefördert. Mit dem nun übergebenen Bescheid geht es an die Umsetzung, die denkmalrechtliche Genehmigung liegt bereits vor. Wenn die Sanierung umgesetzt ist, hat Fränkisch-Crumbach im Rahmen der Dorfentwicklung insgesamt rund 977.000 Euro investiert und dafür Förderungen in Höhe von rund 582.000 Euro erhalten.
