Sechs Kommunen, zwei Bundesländer, ein Ziel: Das „Muntere Mümlingtal“ soll als touristische Destination noch sichtbarer werden und Menschen für die Region begeistern. Rückenwind bekommen die beteiligten Städte und Gemeinden jetzt durch Fördermittel nach der LEADER-Richtlinie in Höhe von insgesamt 67.300 Euro. Davon entfallen auf die fünf hessischen Städte und Gemeinden (Höchst, Bad König, Breuberg, Brombachtal und Lützelbach) rund 57.500 Euro sowie 9.800 Euro auf Mömlingen in Bayern.
Diese sechs Kommunen bilden die Touristische Arbeitsgemeinschaft „Munteres Mümlingtal“. Im März dieses Jahres hatten sie eine Vereinbarung geschlossen, um mit Hilfe einer Markenstrategie das Bewusstsein für die Region zu stärken und damit den Tourismus und die regionale Wirtschaftskraft zu steigern.
„Eine solche Übereinkunft ist vorbildlich“, hob der für Wirtschaft und Tourismus zuständige Kreisbeigeordnete Kevin Schmauß hervor. Er überreichte am heutigen Dienstag (3.11.) den Förderbescheid über 57.500 Euro im Höchster Rathaus an Bürgermeister Jens Fröhlich, denn die Gemeinde Höchst hatte stellvertretend für alle hessischen Kommunen bei der Interessengemeinschaft Odenwald (IGO) den Förderantrag gestellt.
Die gesamte Investitionssumme für die Kampagne liegt bei 89.900 Euro. Abzüglich der Fördersumme müssen die sechs Städte und Gemeinden 22.600 Euro beisteuern. Das sind etwa 3.700 Euro pro Kommune.
Schmauß sagte, der Odenwald ziehe als touristische Region wieder mehr Gäste an. „Die jüngsten Zahlen des Statistischen Landesamts stimmen zuversichtlich. Diese Entwicklung wollen wir verstetigen, und dazu ist die Aktion des ,Munteren Mümlingtals‘ ein wichtiger Baustein.“ Der Tourismus sei ein wichtiger Standortfaktor für den Odenwald, fügte er hinzu. „Die neue Kampagne trägt somit auch zur Wertschöpfung in unseren Städten und Gemeinden und zum Erhalt von Arbeitsplätzen bei.“
Geplant sind unter dem Titel „Handshake“ unter anderem eine Imagebroschüre, Roll-ups und eine digitale Präsentation mit Bildschirm für Messeauftritte, Printmedien sowie eine einjährige Social-Media-Kampagne. Diese Maßnahmen sollen die Besonderheiten der Region authentisch vermitteln, ihre touristischen Angebote stärker in den Fokus rücken und neue Besucherinnen und Besucher gewinnen.
„Mit einer gemeinsamen Marke machen wir die Stärken unserer Region sichtbar und schaffen ein Wir-Gefühl, das über Gemeinde- und Landesgrenzen hinausgeht“, sagte Bürgermeister Fröhlich. „Alle sechs Kommunen haben eine hohe Erlebnisqualität und touristisch viel zu bieten, womit wir uns gerne in einer breiten Öffentlichkeit stärker positionieren möchten.“ Auch der Vorsitzende der Touristischen Arbeitsgemeinschaft, Siegfried Scholtka, hob die Bedeutung der Maßnahme für die Sichtbarket jener Region hervor.
An der Feierstunde nahmen auch die Bürgermeisterinnen Deirdre Heckler (Breuberg) und Katharina Hotz (Mömlingen) sowie die Bürgermeister Frank Hofferbert (Bad König), Andreas Koch (Brombachtal) und Tassilo Schindler (Lützelbach) teil – außerdem Anne Aßmus (IGO), Philipp Wollbeck (LAG Main4Eck) und Marion Fischer (Bewilligungsstelle Odenwaldkreis).
LEADER steht für eine Förderstrategie zur Stärkung der ländlichen Räume. Die Fördergelder bestehen aus Mitteln der Europäischen Union aus dem ELER-Fonds, aufgestockt mit Landesmitteln. Schmauß dankte den beteiligten Kooperationspartnern, der IGO als der für LEADER-Mittel zuständigen Lokalen Arbeitsgemeinschaft Odenwald und der Lokalen Arbeitsgemeinschaft Main4Eck Miltenberg sowie den entsprechenden Stellen der Kreisverwaltungen.
