Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen im April um 41 gestiegen

Im Odenwaldkreis ist die Zahl der arbeitslos gemeldeten Bürgerinnen und Bürger im April angestiegen – von 2.461 auf 2.502. Die Arbeitslosenquote beträgt weiterhin 4,9 Prozent (Vorjahr 4,7 Prozent). Betrachtet man die beiden Rechtskreise getrennt voneinander, ist im Vergleich zum März 2026 in der Zuständigkeit des Kommunalen Job-Centers (SGB II) ein Anstieg um 31 Personen auf 1.491 Personen zu verzeichnen. Im Bereich der Agentur für Arbeit waren zehn mehr gemeldet als im Vormonat – insgesamt 1.011. 

Betrachtet man die Arbeitslosen differenziert nach Zielgruppen, so kann in fast allen Bereichen ein Anstieg im Vergleich zum Vormonat verzeichnet werden: Bei den arbeitslos gemeldeten Frauen um 22 auf 1.098; bei den arbeitslosen Personen ohne deutschen Pass um 20 auf 1.047 sowie bei den arbeitslos gemeldeten älteren Personen über 50 Jahren um zehn auf 790. Lediglich bei den arbeitslos gemeldeten Jüngeren zwischen 15 und 24 Jahren ist ein Rückgang um acht auf 290 Personen erfolgt. 

Das Kommunale Job-Center betreute im April 2.362 Bedarfsgemeinschaften, was einem leichten Anstieg im Vergleich zum Vormonat mit 2.352 Bedarfsgemeinschaften entspricht. Die Anzahl der Personen in den Bedarfsgemeinschaften ist hingegen um 28 auf 5.080 gesunken. 

„Die übliche Frühjahrsbelebung ist im April ausgeblieben. Die Schwäche am Arbeitsmarkt ist auf eine weiterhin verhaltene wirtschaftliche Lage zurückzuführen, in der die Nachfrage nach neuen Arbeitskräften zwar existiert, aber nicht ausreicht, um die Arbeitslosigkeit zu senken. Wirtschaft und Arbeitsmarkt leiden unter den globalen Einflüssen wie zum Beispiel den Konflikten in der Ukraine und im Nahen Osten,“ so Alexander Baumann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Darmstadt. 

Aktuell sind 388 freie Stellen bei der Arbeitsagentur gemeldet – unter anderem in medizinischen und nicht-medizinischen Gesundheitsberufen sowie in Verkehrs- und Logistikberufen. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Rückgang um 23,5 Prozent. 

Mit der Arbeitslosenquote von 4,8 Prozent liegt der Odenwaldkreis weiterhin unter der hessischen Quote von 6,0 Prozent. Im südhessischen Vergleich liegt er in diesen Monat hinter dem Landkreis Bergstraße mit 4,7 Prozent. Schlusslicht ist der Kreis Groß-Gerau mit 7,1 Prozent.