Am 6. Mai hat das WIR-Vielfaltszentrum des Landratsamts bei einem Treffen der WIR-Integrationslotsenden den Migrationsbeauftragten im Polizeipräsidium Südhessen für den Odenwaldkreis und den Kreis Bergstraße, Fatih Hekim, begrüßt. Hekim stellte die Arbeit der Migrationsbeauftragten vor und betonte insbesondere die Bedeutung von Vertrauensbildung zwischen Polizei und migrantischen Communities. Ziel sei es, Hemmschwellen und Vorbehalte – insbesondere bei geflüchteten und neuzugewanderten Menschen – abzubauen und die Polizei „als Institution sichtbar zu machen, die für alle Menschen gleichermaßen auf Grundlage von Recht und Gesetz der Bundesrepublik Deutschland handelt“.
Ein Schwerpunkt der Arbeit liegt auf dem Austausch mit migrantischen Organisationen, Vereinen und religiösen Gemeinden sowie auf mehrsprachiger Präventions- und Informationsarbeit. Dabei gehe es auch darum, negative Erfahrungen mit Sicherheitsbehörden aus Herkunftsländern aufzugreifen, Perspektivwechsel zu ermöglichen und gegenseitiges Verständnis zu fördern, so Hekim. Er erläuterte zudem, wie diskriminierende Verdachtsfälle reflektiert und subjektive Wahrnehmungen aller Beteiligten hinterfragt werden, um Vorurteile abzubauen und Vertrauen nachhaltig zu stärken.
Darüber hinaus informierte er über interne Aufgabenbereiche der Migrationsbeauftragten, etwa die Beratung der Einsatzleitung vor Demonstrationen oder sozio-kulturelle Einschätzungen im Rahmen von Ermittlungsverfahren.
Hekim bedankte sich für die Möglichkeit, seine Arbeit im Odenwaldkreis vorzustellen, und bekundete Interesse an weiteren Vernetzungen – beispielsweise bei Informationsveranstaltungen in Schulen insbesondere Integrationsklassen, in Sprach- und Integrationskursen und in der Zusammenarbeit mit allen in der Migranten- und Integrationsarbeit tätigen Organisationen.
