Eine gute Nachricht für den Radverkehr im Odenwaldkreis: Sieben neue ehrenamtliche Radwegepatinnen und -paten sorgen künftig dafür, dass Mängel an der Beschilderung oder dem Zustand von Wegen frühzeitig erkannt und gemeldet werden. Am Dienstag (30.6.) überreichte Landrat Frank Matiaske die Beauftragungen an drei Paten; die anderen vier konnten den Termin aus zeitlichen Gründen nicht wahrnehmen. Ihnen wird die Beauftragung zugeschickt. Insgesamt gibt es im Kreisgebiet nunmehr zwölf Radwegepatinnen und -paten.
Landrat Matiaske dankte den neuen Streckenbetreuerinnen und -betreuern für ihre Einsatzbereitschaft: „Sie tragen maßgeblich dazu bei, dass Radfahrerinnen und Radfahrer sicher und mit Freude in die Pedale treten können.“ Das steigere die Attraktivität des Odenwaldkreises, in dem viele Menschen regelmäßig auf dem Rad unterwegs seien – ob Einheimische oder Ausflügler. „Hier ist eine verlässliche Wege-Infrastruktur unerlässlich.“
Das sind die neuen Patinnen und Paten und ihre Streckenabschnitte, für die sie verantwortlich sind:
- Engelbert Huck („Hohe Straße“, Parkplatz Fuchshütte - Hassenroth)
- Christine Ludwar-Ruppert (Radverbindungen im Gemeindegebiet Lützelbach)
- Andreas Lutz („Hohe Straße“ Haisterbach - Parkplatz Fuchshütte und Radfernweg R4 Erbach - Michelstadt)
- Kai Menze (Radfernweg R9 Breuberg - Höchst)
- Lukas Minnich (Radfernweg R4 Mümling-Grumbach - Pfirschbach und Radfernweg R9 Höchst - Brensbach)
- Matthias Poppen (Rundkurs Rodensteiner Land und Radfernweg R9 Brensbach -Reichelsheim)
- Jeannette Rucktäschel (Haselburg-Rundkurs)
Sie fahren ihre Streckenabschnitte zwei Mal im Jahr ab, zu Beginn der Radsaison rund um Ostern sowie gegen Mitte der Saison im Sommer. Dabei überprüfen sie beispielsweise den Zustand der Beschilderung oder ob es aufgrund besonderer Wetterereignisse zu akuten Oberflächenschäden gekommen ist. Wenn sie Fehler oder Schäden feststellen, melden sie diese an die beiden Nahmobilitätskoordinatoren des Landratsamts, Markus Linkenheil und Thomas Schuhmacher. Diese leiten dann weitere Schritte ein und nehmen beispielsweise Kontakt zur jeweiligen Kommune auf.
Linkenheil und Schuhmacher hatten zu Beginn des Jahres 2026 eine Kampagne gestartet, um neue Patinnen und Paten zu finden. Denn deren Zahl war in den vergangenen Jahren altersbedingt Zug zum Zug zurückgegangen. Am Ende gab es noch fünf Beauftragte, zum Beispiel auch im Gebiet der Stadt Oberzent und der Gemeinde Mossautal, zu denen die sieben neuen nun hinzukommen.
„Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit allen Streckenbeauftragten, die sich gut im Kreisgebiet verteilen, und danken allen für ihr großes Engagement“, so die beiden Koordinatoren, die bei der Übergabe der Beauftragungen mit dabei waren.
Das Ehrenamt der Radwegepatinnen und -paten sei Teil eines ausgesprochen vielfältigen freiwilligen Engagements zahlreicher Menschen im Odenwaldkreis, hob Landrat Matiaske hervor. „Ohne diesen Einsatz wäre unsere Gesellschaft in vieler Hinsicht wesentlich ärmer.“
