Brombachtal ist in das hessische Förderprogramm Dorfentwicklung aufgenommen worden und kann bis 2032 bei etlichen Projekten von finanzieller Unterstützung profitieren. Heimatminister Ingmar Jung hatte der Gemeinde und elf weiteren Kommunen jüngst in Hünfelden die entsprechenden Urkunden überreicht. Landrat Frank Matiaske beglückwünschte Brombachtal zur Anerkennung als Förderschwerpunkt: „Damit eröffnen sich für die Gemeinde neue Möglichkeiten, mit denen sie ihre Attraktivität weiter erhöhen kann. Ich wünsche allen Beteiligten bei ihren Vorhaben viel Erfolg.“
Begleitet wurde und wird Brombachtal von der Abteilung Dorf- und Regionalentwicklung des Landratsamts. Abteilungsleiterin Brigitte Lachnit lobte die „Begeisterung, mit der viele Vereine und Akteure am Kommunalen Entwicklungskonzept mitgemacht haben“. Dieses Konzept ist die Grundlage für die Bewerbung um Aufnahme in das Förderprogramm.
Ebenso würdigte Lachnit das starke Engagement von mehr als 600 Bürgerinnen und Bürgern für den Erhalt des Dorfladens und den regen Informationsaustausch über eine spezielle App, die bereits 900 Einwohnerinnen und Einwohner nutzen. Lachnit sagte, sie freue sich über die Zusammenarbeit mit dem Land und mit Brombachtal, „um viele tolle Projekte umsetzen zu können“.
„Wer den ländlichen Raum stärken will, muss in seine Dörfer investieren. Mit der Dorfentwicklung unterstützen wir die Kommunen dabei, ihre Ortskerne zu beleben, die Lebensqualität zu erhöhen und den Zusammenhalt vor Ort zu sichern“, hatte Heimatminister Jung bei der Übergabe der Förderurkunden gesagt. „Unser Programm bietet zahlreiche Förderangebote: von der Renovierung des Dorfgemeinschaftshauses über die Neugestaltung des Dorfplatzes, der Sanierung des Freibades bis hin zur Wohnraumschaffung.“
Jährlich stehen für die Dorfentwicklung in Hessen mehr als 40 Millionen Euro für neue Bewilligungen zur Verfügung. Über ihre Verwendung vor Ort entscheidet jeweils eine einzurichtende Steuerungsgruppe, der auch Bürgerinnen und Bürger angehören. Für kommunale Projekte steht Brombachtal insgesamt mehr als eine Million Euro zur Verfügung. Hinzu kommen Gelder, mit denen Vorhaben von Privatleuten gefördert werden können.
Landrat Matiaske dankte der Abteilung Dorf- und Regionalentwicklung für die tatkräftige Begleitung von Brombachtal und all jener Kommunen, die in den Vorjahren in das Förderprogramm aufgenommen worden waren. „Diese Unterstützung durch die Fachleute im Landratsamt verändert das Gesicht des Odenwaldkreises spürbar zum Besseren.“
Außer Brombachtal wurden folgende Kommunen für den Förderzeitraum 2026 bis 2032 anerkannt:
- Stadt Allendorf-Lumda mit den Ortsteilen Climbach, Nordeck und Winnen (Landkreis Gießen)
- Gemeinde Calden (Landkreis Kassel)
- Stadt Hessisch-Lichtenau (Landkreis Werra-Meißner)
- Gemeinde Hüttenberg mit dem Ortsteil Hüttenberg (Landkreis Lahn-Dill)
- Stadt Korbach (Landkreis Waldeck-Frankenberg)
- Gemeinde Lichtenfels (Landkreis Waldeck-Frankenberg)
- Stadt Lindenfels (Landkreis Bergstraße)
- Gemeinde Mücke (Landkreis Vogelsberg)
- Stadt Nidderau (Landkreis Main-Kinzig)
- Stadt Niedenstein (Landkreis Schwalm-Eder)
- Gemeinde Wölfersheim (Landkreis Wetterau)
