Arbeitslosigkeit im Juni leicht gestiegen

Im Juni ist die Zahl der arbeitslos gemeldeten Bürgerinnen und Bürger im Odenwaldkreis von 2.467 auf 2.494 gestiegen. Die Arbeitslosenquote beträgt weiterhin 4,8 Prozent (analog zum Vorjahr). Betrachtet man die beiden Rechtskreise getrennt voneinander, ist im Vergleich zum Mai 2026 in der Zuständigkeit des Kommunalen Job-Centers ein Rückgang um fünf Personen auf 1.490 Personen zu verzeichnen (Vorjahresmonat 1.461). Bei der Agentur für Arbeit in Michelstadt waren im Mai 1.004 Personen arbeitslos gemeldet, das sind 32 mehr als im Vormonat.

Im Verlauf der letzten Monate war keine klare Tendenz ersichtlich: Waren es in einem Monat mehr Arbeitslose, so waren es im nächsten wieder weniger. Dieses Wechselspiel besteht nun seit Januar monatlich durchgehend. Im gleichen Vorjahreszeitraum waren jedoch 67 Personen weniger arbeitslos gemeldet.

Betrachtet man die Arbeitslosen nach Zielgruppen, so kann nur im Bereich der arbeitslosen Personen ohne deutschen Pass eine Reduzierung verzeichnet werden, nämlich um zwei auf 1.039 im Vergleich zum Vormonat. Bei allen anderen Zielgruppen gab es einen Anstieg. Der geringste liegt bei den arbeitslos gemeldeten älteren Personen über 50 Jahren vor (plus sieben auf 798). Die Anzahl der arbeitslos gemeldeten Jüngeren zwischen 15 und 24 Jahren ist um 21 auf 315 Personen angewachsen. Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Frauen ist um 22 auf 1.125 gestiegen.

Das Kommunale Job-Center betreute im Juni 2.307 Bedarfsgemeinschaften, was einem Rückgang um 146 im Vergleich zum Vormonat entspricht. Die Anzahl der Personen in den Bedarfsgemeinschaften ist um 74 auf 4.979 gesunken.

Die Odenwälder Betriebe versuchen Ihre Mitarbeiter bestmöglich zu halten, um einen zusätzlich schwindenden Fachkräftebedarf aufgrund der Altersstruktur entgegen zu wirken. Aktuell sind 405 freie Stellen bei der Arbeitsagentur gemeldet – unter anderem in medizinischen und nicht-medizinischen Gesundheitsberufen sowie in Verkehrs- und Logistikberufen. Im Vergleich zum Vormonat liegt ein Anstieg um 37 Stellen vor. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies allerdings einen Rückgang um 21,8 Prozent.

Mit der Arbeitslosenquote von 4,8 Prozent liegt der Odenwaldkreis weiterhin unter der hessischen Quote von 5,8 Prozent. Im südhessischen Vergleich liegt er in diesen Monat hinter dem Landkreis Bergstraße mit 4,6 Prozent. Schlusslicht ist der Kreis Groß-Gerau mit 7,1 Prozent.