Sinkende Arbeitslosenzahlen in der Gruppe der Frauen und älteren Personen

Im Odenwaldkreis ist die Zahl der arbeitslos gemeldeten Bürgerinnen und Bürger im Dezember leicht angestiegen – von 2.413 auf 2.414. Die Arbeitslosenquote beträgt jedoch unverändert 4,6 Prozent (Vorjahr 4,7 Prozent). Betrachtet man die beiden Rechtskreise getrennt voneinander, ist im Vergleich zum November 2025 in der Zuständigkeit des Kommunalen Job-Centers (SGB II) ein Anstieg um 19 Personen auf 1.461 Personen zu verzeichnen. Im Bereich der Agentur für Arbeit waren im Monat Dezember 953 Personen arbeitslos gemeldet, 18 weniger als im Vormonat. 

„Internationale Konflikte, wirtschaftliche Unsicherheiten und handelspolitische Veränderungen haben den Arbeitsmarkt im Jahr 2025 geprägt und zu schwierigeren Rahmenbedingungen geführt. Auch in den nächsten Monaten wird sich an dieser Situation kaum etwas ändern. Die Chancen für arbeitslose Menschen, eine neue Beschäftigung zu finden, haben sich verschlechtert und die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen ist bedingt durch viele Unsicherheiten zurückgegangen. Neue Arbeitsplätze in der Region Südhessen sind fast ausschließlich in den Behörden und im Pflegebereich entstanden, während in den konjunkturabhängigen Wirtschaftssektoren Jobs abgebaut werden. Impulse der Politik zur Stärkung der regionalen Wirtschaft sind nun gefragt, um die Situation auf dem Arbeitsmarkt nachhaltig zu verbessern,“ so Alexander Baumann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Darmstadt. 

Aber es gibt im Odenwaldkreis auch weiterhin Unternehmen, die Mitarbeitende suchen – so sind aktuell 454 freie Stellen bei der Arbeitsagentur gemeldet. Die Arbeitsstellen finden sich unter anderem in medizinischen und nicht-medizinischen Gesundheitsberufen sowie in fertigungstechnischen Berufen. 

Betrachtet man die Arbeitslosen differenziert nach Zielgruppen, so wurde ein Rückgang bei den arbeitslos gemeldeten Frauen verzeichnet – um 15 auf 1.086. Diese Entwicklung setzt sich bei den älteren arbeitslos gemeldeten Personen über 50 Jahren fort. Hier wurde ein Rückgang um vier Personen gegenüber dem Vormonat auf 737 registriert. Auch die Zahl der arbeitslos gemeldeten Jüngeren zwischen 15 und 24 Jahren ist leicht zurückgegangen – um eine auf 305 Personen. Bei den arbeitslosen Personen ohne deutschen Pass ist hingegen ein geringer Anstieg um eine auf 1.060 zu verzeichnen. 

Das Kommunale Job-Center betreute im Dezember 2.333 Bedarfsgemeinschaften. Das ist eine weniger als im Vormonat. Die Anzahl der Personen in den Bedarfsgemeinschaften ist um drei auf 5.062 gestiegen. 

Mit der Arbeitslosenquote von 4,6 Prozent liegt der Odenwaldkreis weiterhin unter der hessischen Quote von 5,8 Prozent. Im südhessischen Vergleich liegt er hinter dem Landkreis Bergstraße. Schlusslicht ist der Kreis Groß-Gerau mit 6,8 Prozent.