"Dank für Zeit, Energie und Herzblut" – Landrat würdigt Ehrenamtliche

„Gerade in Zeiten, in denen Vertrauen keine Selbstverständlichkeit ist, ist Ihr Wirken umso wichtiger. Mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen erhalten Sie nun einen symbolischen Dank und Respekt für Ihre Leistung, die Sie erbracht haben und damit wichtige Vorbilder sind“. Mit diesen Worten ehrte Landrat Frank Matiaske kürzlich vier verdiente Bürgerinnen und Bürger für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement und ergänzte: „Die für den Landesehrenbrief nötigen zwölf Jahre ehrenamtliches Wirken haben Sie nicht bloß erfüllt, sondern bei weitem übertroffen. Das ist eine Wahnsinns-Leistung neben all Ihren anderen Verpflichtungen. Dies macht Sie zu Vorbildern für Kommunen, Demokratie und Jugend, es Ihnen gleich zu tun.“  

Gemeinsam mit den anwesenden Wohnortbürgermeistern Jens Fröhlich (Höchst i. Odw.) und Rainer Müller (Brensbach) zeichnete Landrat Matiaske Irmhild Gertrud Rittmeyer (Michelstadt), Dr. Susanne Scholz (Höchst i. Odw.), Harald Dieter Staier (Höchst i. Odw.) und Klaus-Dieter Schmidt (Brensbach) für ihre jahrzehntelange ehrenamtliche Arbeit aus. 

Irmhild Gertrud Rittmeyer aus Michelstadt war 2006 Gründungsmitglied des Bündnisses „Odenwald gegen Rechts“. Anfangs übernahm sie das Amt der Schriftführerin, wuchs aber immer mehr in die koordinierende Arbeit, bis sie schließlich die Leitung des Bündnisses übernahm. Sie wird auch heute noch als „Gesicht“ des Bündnisses wahrgenommen. 

Dr. Susanne Scholz aus Höchst i. Odw (Hassenroth) wurde für ihr kommunalpolitisches Engagement geehrt: Seit 2012 Gemeindevertreterin, wirkte sie zudem von 2016 bis 2021 im Ausschuss für soziale Angelegenheiten, Kultur, Sport und Tourismus. Seit Januar 2025 ist sie auch Teil der Integrationskommission der Gemeinde. 

Klaus-Dieter Schmidt aus Brensbach weist eine beachtliche Bandbreite an verschiedenen Ämtern auf: So war er von 2008 bis 2022 im Vorstand der Nachbarschaftshilfe Gersprenztal e. V. „Hand und Fuß“ aktiv. Zwischen 2007 bis 2022 war er zusätzlich mit der Vorstandsarbeit des VdK Brensbach betraut und von 2009 bis 2022 als Gemeindevertreter der Gemeinde Brensbach tätig. Seit 2007 ist er Vorstandsmitglied des örtlichen Obst- und Gartenbauvereins, davon neun Jahre als Stellvertretender Vorsitzender und vier Jahre als Vorsitzender. Zwischen 2008 und 2022 war er Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft
60 Plus des SPD-Unterbezirks Odenwaldkreis. Von 2009 bis 2016 fungierte er als SPD-Ortsvereins-Vorsitzender. Seit 2015 ist er Stellvertretender Vorsitzender des Vereins „Wir sind eine Welt e. V.“.  

Harald Dieter Staier aus Höchst i. Odw. (Pfirschbach) war von 1979 bis 2003 Gemeindevertreter der Gemeinde Höchst i. Odw. Seit 2022 ist er    Beigeordneter der Gemeinde. Viele Jahre ist er in unterschiedlichen Positionen für den SPD Ortsverein Höchst und den Unterbezirk Odenwaldkreis aktiv. Darüber hinaus war er bis 2025 viele Jahre lang DGB-Kreisvorsitzender sowie Vorstandsmitglied der Gewerkschaft ver.di Odenwaldkreis. Zudem agierte er als Geflüchtetenhelfer – hier ist sein Engagement als das Kloster Höchst als provisorische Erstaufnahme für ukrainische Geflüchtete eingerichtet wurde, besonders zu erwähnen. Weiterhin war er im Jahre 2006 Gründungsmitglied des Bündnisses „Odenwald gegen Rechts“ und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Arbeit (AfA). Zu seinen weiteren ehrenamtlichen Engagements zählt seine Funktion als Sprecher des Arbeitskreises „Stolpersteine“ Höchst i. Odw. und die Tätigkeit als Mitverantwortlicher für die Ostermärsche und die Mai-Kundgebungen im Odenwaldkreis. 

Der Landesehrenbrief ist ein symbolischer Dank für ehrenamtlich Tätige des Landes Hessen. Die Auszeichnung wurde 1973 vom damaligen Hessischen Ministerpräsidenten Oswald gestiftet. Gefordert sind mindestens zwölf Jahre ehrenamtlicher Einsatz für die Allgemeinheit und das Gemeinwohl.