Im Odenwaldkreis ist die Zahl der arbeitslos gemeldeten Bürgerinnen und Bürger im Januar angestiegen – von 2.414 auf 2.518. Die Arbeitslosenquote beträgt somit 4,8 Prozent (Vorjahr 4,7 Prozent). Betrachtet man die beiden Rechtskreise getrennt voneinander, ist im Vergleich zum Dezember 2025 in der Zuständigkeit des Kommunalen Job-Centers (SGB II) ein Anstieg um 18 Personen auf 1.479 Personen zu verzeichnen. Im Bereich der Agentur für Arbeit waren im Monat Januar 1.039 Personen arbeitslos gemeldet, 86 mehr als im Vormonat.
Nun ist auch im Odenwaldkreis ein deutlicher Anstieg der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen.
Im Verlauf der letzten Monate stieg oder fiel die Zahl der gemeldeten Personen immer nur um niedrige zweistellige Werte. So waren im November 2025 noch 971 Personen gemeldet, im Dezember sank die Zahl der Arbeitslosen im SGB-III-Bereich sogar auf 953 Personen – jetzt lässt ein deutlicher Anstieg bei der Agentur für Arbeit arbeitslos Gemeldeten auf 1.039 Personen (+86) die Zahl sprunghaft ansteigen. Zu den Gründen zählt, das zum einen viele Außenberufe im Januar aufgrund der Witterung bei Eis und Schnee von Arbeitslosigkeit betroffen sind. Weiterhin sind auslaufende Verträge zum Jahresende eine Ursache. Zudem ist die Wirtschaftsentwicklung nicht mehr so dynamisch und Unternehmen sind mit Neueinstellungen aktuell sehr zurückhaltend.
Allerdings gibt es im Odenwaldkreis weiterhin Betriebe, die Mitarbeitende suchen – so sind aktuell 443 freie Stellen bei der Arbeitsagentur gemeldet – diese finden sich unter anderem in medizinischen und nicht-medizinischen Gesundheitsberufen sowie in fertigungstechnischen Berufen.
Betrachtet man die Arbeitslosen differenziert nach Zielgruppen, so wurde nur ein Rückgang bei der Zahl der arbeitslos gemeldeten Jüngeren zwischen 15 und 24 Jahren verzeichnet – um sechs auf 299. Ein deutlicher Anstieg ist bei den arbeitslos gemeldeten älteren Personen über 50 Jahren zu verzeichnen: hier wurde ein Anstieg um 44 Personen gegenüber dem Vormonat auf 781 registriert. Diese Entwicklung setzt sich bei den arbeitslos gemeldeten Frauen fort – um 21 auf 781 Personen. Bei den arbeitslosen Personen ohne deutschen Pass ist ebenfalls ein Anstieg um 21 auf 1.081 Personen zu verzeichnen.
Das Kommunale Job-Center betreute im Januar 2.333 Bedarfsgemeinschaften, was einer Stagnation im Vergleich zum Vormonat entspricht. Die Anzahl der Personen in den Bedarfsgemeinschaften ist um vier auf 5.066 gestiegen.
Mit der Arbeitslosenquote von 4,8 Prozent liegt der Odenwaldkreis weiterhin unter der hessischen Quote von 6,1 Prozent. Im südhessischen Vergleich liegt er auf gleicher Höhe mit dem Landkreis Bergstraße. Schlusslicht ist der Kreis Groß-Gerau mit 7,2 Prozent.
