Landrat Frank Matiaske hat den schnellen Fortschritt beim Wiederaufbau der Zeller Brücke als eindrucksvolles Beispiel für das entschlossene Handeln der öffentlichen Hand gewürdigt. „Kaum einer hatte anfangs geglaubt, dass die Brücke innerhalb von knapp zwei Jahren wieder steht. Das zeigt, was möglich ist, wenn alle an einem Strang ziehen und die oft benötigte Unterstützung für den ländlichen Raum tatsächlich gelebt wird“, sagte er am heutigen Donnerstag (26.2.) bei einem Ortstermin mit dem Hessischen Verkehrsminister Kaweh Mansoori und Heiko Durth, dem Präsidenten von Hessen Mobil.
Wie Mansoori sagte, soll im Ende April 2026 mit dem Bau der neuen Brücke begonnen werden; dann findet der Spatenstich statt. Die Freigabe für den Verkehr ist für Juni 2027 geplant. Die Brücke war Ende April 2025 wegen Sicherheitsmängeln zunächst gesperrt und dann Ende Juli 2025 gesprengt worden. Bereits zum Jahresende 2025 hatte Hessen Mobil das Unternehmen Eiffage mit dem Neubau beauftragt.

Landrat Matiaske dankte dem Verkehrsministerium und Hessen Mobil für die rasche und professionelle Vorbereitung des Wiederaufbaus der Brücke, „die die zentrale Verkehrsader im Odenwaldkreis ist und sowohl für die Odenwälder Bevölkerung, aber auch für Pendlerinnen und Pendler sowie für die Industrie- und Handwerksunternehmen eine herausragende Bedeutung hat“. Nicht umsonst habe der Minister für den Prozess der Wiedererrichtung der Brücke den passenden Begriff „Odenwaldtempo“ geprägt.
Dieses Wort griff Mansoori auch jetzt wieder auf und sagte: „Es ist das Engagement aller Beteiligten, aber auch die moderne und unbürokratische Arbeitsweise, die Planung und Bau in dieser Geschwindigkeit vorantreiben.“ Dazu Landrat Matiaske: „Odenwaldtempo heißt für uns nicht nur effizientes Planen und Bauen – es heißt vor allem, die Belastungen für die Menschen so kurz wie möglich zu halten, die seit der Sperrung täglich mit Umleitungen, Mehrverkehr und Einschränkungen leben.“
Seine Wertschätzung sprach er auch den beteiligten Abteilungen der Kreisverwaltung aus. „Unsere Fachleute in der Straßenverkehrsbehörde und in der Unteren Naturschutzbehörde haben die Planungen aktiv begleitet und mit vorangebracht.“ Last but not least dankte der Landrat dem Bad Königer Bürgermeister Frank Hofferberth, stellvertretend für die gesamte Stadtverwaltung und den Bauhof der Stadt. „Rathaus und Bauhof sind nahezu täglich mit den Herausforderungen befasst, die vor allem durch die Umleitung des Verkehrs durch Zell ergeben. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt leisten hier außerordentlich viel.“
Im Zuge des Neubaus muss die Strecke der Odenwaldbahn in den Sommerferien von Ende Juni bis Anfang August für sechs Wochen und dann noch einmal im Oktober während der Herbstferien für zwei Wochen gesperrt werden.
Für den Donnerstagabend hat Hessen Mobil gemeinsam mit der Stadt Bad König zu einer Bürgerversammlung eingeladen, um die Bevölkerung über den Fortgang der Arbeiten direkt zu informieren. Wie wichtig dies der Kreisverwaltung ist, zeigt die Teilnahme des Ersten Kreisbeigeordneten Oliver Grobeis an der Veranstaltung.
