Horst Eilbacher nimmt uns mit in die Epoche um 1800 und beleuchtet die Geschichte der Odenwälder Räuber, von Grasmann und Heusner bis zu ihren zahlreichen Komplizen. Mysteriös bleibt der Einbruch in eine Mühle in Laudenbach im Jahr 1810. Authentisch und pointiert schildert der Autor anhand zahlreicher Belege das ruhelose Leben und ruchlose Treiben der Räuber: ihre geschickte Nutzung der Wege, die Vorliebe für Tiere, Lebensmittel und Wertsachen sowie die spektakulären und brutalen Überfälle – darunter ein Straßenraub beim Weiler Bremhof. Zugleich wird die gesellschaftliche Seite deutlich: Armut, strenge Gesetze und soziale Zwänge.
Der Text lädt ein, sich in diese spannende Epoche und das unruhige, räuberische Leben zwischen Odenwald und Spessart zu vertiefen. Eilbacher zeigt auch, wie eng die Themen Gewalt und Armut, Gesetzlosigkeit und Menschlichkeit miteinander verflochten sind – ein wertvoller Beitrag, der in vielerlei Hinsicht zum Nachdenken anregt.
(verfasst von Jeannette Schmidt-Herrmann)
