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    Zwei Förderungen für digitale Zukunft im Odenwaldkreis

    Fördermittel I: Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus überreicht Landrat Frank Matiaske einen Bescheid über Fördergelder für den Anschluss der Schulen an das Glasfasernetz. Mit dabei sind auch die Landtagsabgeordneten Sandra Funken und Frank Diefenbach. Foto: Rainer Kaffenberger/OREG

    Fördermittel II: Landrat Frank Matiaske übergibt OREG-Geschäftsführer Marius Schwabe einen Bescheid über LEADER-Fördermittel für die Personalstelle eines Technischen Projektmanagers, die bei der OREG-Tochtergesellschaft Brenergo angesiedelt sein wird. Anwesend sind außerdem Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus (zweite von links), Brenergo-Geschäftsführer Detlef Kuhn, IGO-Geschäftsführerin Rekha Krings (links) und die zuständige Abteilungsleiterin im Landratsamt, Brigitte Lachnit. Foto: Rainer Kaffenberger/OREG

    Bis Ende 2021 sollen alle 36 Odenwälder Schulen an das Glasfasernetz angeschlossen werden. Der Ausbau ist im Zeitplan und kann bis Ende des Jahres komplett umgesetzt werden. Bereits im April erfolgte an der Schule am Sportpark in Erbach der symbolische Spatenstich dafür. Die Hessische Landesregierung unterstützt den Ausbau mit 650.000 Euro, die Bundesförderung beläuft sich auf 880.000 Euro und der Landkreis übernimmt 170.000 Euro. Jüngst übergab Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus den Zuwendungsbescheid zur Kofinanzierung der Bundesbreitbandförderung an Landrat Frank Matiaske.

     

    „Mit diesem Projekt wird im Odenwaldkreis die digital-infrastrukturelle Basis für einen zukunftsfesten Bildungsstandort geschaffen. Das ist eine bestens angelegte Investition für die Ausbildung und Zukunft der Schülerinnen und Schüler im Odenwaldkreis. Die Grundlage aller Digitalisierungsvorhaben ist und bleibt die entsprechende Infrastruktur. Diese schaffen wir, insbesondere für die Menschen in ländlichen Gebieten, im Rahmen unserer Gigabitstrategie für Hessen. So sorgen wir dafür, dass auch ländliche Regionen attraktive Standorte zum Wohnen und Arbeiten sind,“ sagte Sinemus anlässlich der Bescheidübergabe.

     

    Landrat Frank Matiaske äußerte: „Der Odenwaldkreis ist sich als Schulträger seiner Verantwortung für die entsprechende Zurüstung der Schulen bewusst und nimmt sie gemeinsam mit der Odenwald-Regional-Gesellschaft, kurz OREG, nicht nur gerne wahr, sondern in der vollen Überzeugung, dass digitales Lernen einer der Grundpfeiler einer zukunftsgerichteten Bildungslandschaft darstellt. Ich danke dem Bund und dem Land für ihre Unterstützung bei dieser wichtigen Zukunftsaufgabe.“ Die Datenmengen im digital gestützten Unterricht seien auch unabhängig von Corona-bedingten Lehr- und Lernformen in den vergangenen Jahren stark gestiegen, so dass der Ausbau dringend nötig sei, so Matiaske.

     

    Verantwortlich dafür ist die Brenergo GmbH, eine Tochtergesellschaft der OREG. Brenergo-Geschäftsführer Detlef Kuhn zufolge wurden „seit dem 19. April bereits 28 Schulen tiefbaumäßig erschlossen. Das konnte nur durch die enge Kooperation zwischen der Brenergo, dem Bau- und Immobilienmanagement Odenwaldkreis und der Firma Klenk bewerkstelligt werden.“ Kuhn dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr großes Engagement. „Wir sind zuversichtlich, dass in Zusammenarbeit mit der Entega-Medianet die Schulen bis Ende des Jahres voll erschlossen sind.“

     

    Fördergeld für die Stelle eines Technischen Projektmanagers

     

    Um den Gigabit-Ausbau im Odenwaldkreis voranzutreiben, will die Brenergo GmbH außerdem einen Technischen Projektmanager einstellen. Die Stelle muss noch ausgeschrieben werden – fest steht aber schon, dass sie von der Europäischen Union über LEADER-Mittel für zwei Jahre gefördert werden wird. Den entsprechenden Bescheid hat Landrat Frank Matiaske im Anschluss an den Termin mit Ministerin Sinemus an die OREG übergeben.

     

    Die Tätigkeit der Brenergo GmbH kommt in diesem Zusammenhang den Städten und Gemeinden zugute, vor allem dabei, Gebiete zu erschließen, die technisch unterversorgt sind und in denen auch kein privater Investor für die nötigen Verbindungen sorgt. Die ersten Schritte auf diesem Weg sind bereits gemeinsam mit den Kommunen gegangen worden.

     

    „Wir freuen uns sehr über die Förderung durch das LEADER-Programm“, sagte Landrat Frank Matiaske. „Damit kommen wir einen wichtigen Schritt voran, denn der Odenwaldkreis muss Teil der Gigabit-Gesellschaft werden. Nur so können wir Bürgerinnen und Bürger und Unternehmen hier halten beziehungsweise hinzugewinnen.“ Der LEADER-Zuschuss beträgt rund 102.360 Euro. Damit sind 60 Prozent der Personal- und Sachkosten gedeckt.

     

    Der Förderausschuss der Interessengemeinschaft Odenwald (IGO) hatte die Fördermaßnahme im Juli beschlossen. Wesentlich beteiligt am Zustandekommen der Förderung war auch dieses Mal die Abteilung Dorf- und Regionalentwicklung der Kreisverwaltung. Landrat Matiaske dankte Abteilungsleiterin Brigitte Lachnit und der IGO für ihr Engagement. „Es ist außerhalb der IGO das erste Mal, dass im Odenwaldkreis eine Personalstelle mit LEADER-Mitteln gefördert wird“, hob Lachnit hervor. „Alle Beteiligten haben sozusagen Neuland betreten – und das, wie man sieht, erfolgreich“, so Matiaske.

     


    26.07.2021


    LOGOs: EU Sozialfonds,Hessen und EU Investition in die Zukunft, EFS Für Menschen in Hessen