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Rückgang der Arbeitslosenzahl im Odenwaldkreis ähnlich wie in Bund und Land

Eine ähnliche Entwicklung wie in Bund und Land verzeichnet auch der Odenwaldkreis bei den aktuellen Arbeitslosenzahlen. Im Oktober 2015 hat die Arbeitslosenquote um 0,1 auf 5,3 Prozent nachgegeben. Die Verbesserung ist auch im Vergleich zum Vorjahresmonat zu erkennen. Der in den Monaten zuvor beobachtete positive Trend setzte sich fort. Im Vergleich mit den Nachbarn liegt der Odenwaldkreis weiterhin im Mittelfeld: Die Arbeitslosenquote im Kreis Bergstraße beträgt 3,8 Prozent, für die Stadt Darmstadt sind 6,2 Prozent notiert.
Im Monat Oktober waren im Odenwaldkreis insgesamt 2.769 Personen arbeitslos gemeldet, 40 weniger als im September und zwölf weniger als vor einem Jahr. Werden die Zahlen nach den Rechtskreisen aufgeschlüsselt, so entfallen 1.973 arbeitslose Personen auf den Bereich nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) II und 796 auf den Bereich nach SBG III. Somit verteilen sich die Arbeitslosen auf 71,3 Prozent im Leistungen-Bezug nach SGB II und 28,7 Prozent nach SGB III. Die Zahl der arbeitslosen Frauen liegt im Oktober bei 1.391. Sie ging  damit weiter zurück – und zwar um 31 gegenüber September. Blickt  man hier auf die beiden Rechtskreise, so entfallen 1.027 auf SGB II und 364 auf SGB III. Einen starken  Rückgang notiert die Statistik bei den jungen Erwachsenen (15 bis 24 Jahre) ohne Beschäftigung: Ihre Zahl hat sich von 355 um 39 auf 316 Personen (vor einem Jahr: 327) reduziert - dank weiterer Aufnahmen von Ausbildungen. Entgegen diesem günstigen Trend ist die Anzahl der älteren Arbeitslosen (50 bis 64 Jahre) von 1.000 um 15 auf 1.015 gewachsen. Dies entspricht einem Anteil von 36,7 Prozent an der  Gesamtzahl. 679 Ältere erhalten Hilfen entsprechend SGB II, 336 entsprechend SGB III.
Bei den Mitbürgern ohne deutschen Pass erfolgte ein leichter Rückgang der Erwerbslosen um 13 auf 850 Personen (709 im SGB-II-Bezug, 141 nach SGB III).
Die Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) hat sich auf 3.306 Personen im Vergleich zum Vormonat mit 3.292 wieder leicht erhöht. Dieser Wert liegt jedoch unter dem des Vorjahresmonats (3.552). Die Unterbeschäftigungsquote blieb mit 6,3 Prozent konstant (vor einem Jahr: 6,9 Prozent). Der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung beträgt 83,8 Prozent, was eine Verschlechterung um 5,5 Prozent gegenüber dem Oktober vorigen Jahres (78,3 Prozent) aufzeigt.
Im Oktober wurden insgesamt 616 offene Arbeitsstellen gemeldet, 27 mehr als im September. Sie verteilen sich vorwiegend auf die Bereich der Rohstoffgewinnung, Produktion und Fertigung mit 199, gefolgt von Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit mit 191 Stellen. Danach kommen 99 Arbeitsstellen im Bereich Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung.
Das KJC hat derzeit 2.859 Bedarfsgemeinschaften zu betreuen, das sind 29 weniger als einen Monat vorher. Hier sank die Zahl der leistungsberechtigten Personen im SGB II um 87 im Vergleich zum Vormonat auf 5.845. Von diesem Rückgang profitierten vor allem Frauen, deren Zahl sich hier von 3.034 auf 2.984 verminderte. Die bezugsberechtigten Personen unterteilen sich in erwerbsfähige Leistungsberechtigte mit 4.077 und nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte mit 1.765. Auch hier liegt der deutlichste Rückgang bei den jungen Erwachsenen – um 31 auf 757.

 

 


02.11.2015


LOGOs: EU Sozialfonds,Hessen und EU Investition in die Zukunft, EFS Für Menschen in Hessen