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DRK-Odenwaldkreis übernimmt Notunterkunft für Flüchtlinge

Mit dem Ziel, die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer von DRK, Feuerwehr und THW künftig zu entlasten, hat das Regierungspräsidium Darmstadt die Odenwälder Rotkreuz-Organisation mit der Sicherstellung des Betriebes der in Michelstadt errichteten Notunterkunft für bis zu 1000 Flüchtlinge beauftragt. Dies sei ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, sagte der Landrat des Odenwaldkreises Frank Matiaske: Insbesondere vor dem Hintergrund des seitherigen, überwiegend auch ehrenamtlichen Engagements des Roten Kreuzes werde hier ein fließender und reibungsloser Übergang möglich sein.

Machbar wird dies allerdings, so DRK-Kreisvorsitzender Dr. Roland Krauhs, nur mit einer Vielzahl zusätzlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das DRK sucht daher zum sofortigen Eintritt mehrere neue Kräfte mit unterschiedlichsten Qualifikationen. Zu besetzen sind Positionen der Leitung, Organisation, Verwaltung und Betreuung. Benötigt werden neben pädagogisch geschultem Fachpersonal zudem Rettungsassistenten und Rettungssanitäter. Interessierte mit vergleichbaren Qualifikationen im pädagogischen wie auch im medizinischen Bereich sind ebenfalls aufgefordert, sich zu bewerben.

Die Bewerber sollten bereit sein, Schichtarbeit – auch an Wochenenden – zu leisten. „Insbesondere ist uns wichtig“, so betont Dr. Krauhs, „dass unsere künftigen Mitarbeiter fremden Kulturen und Religionen sowie auch der besonderen Situation Schutz suchender Menschen aufgeschlossen gegenüberstehen“. Soziale Kompetenzen werden vorausgesetzt, Englisch-Kenntnisse sind von Vorteil

Die Adresse für interessierte Bewerberinnen und Bewerber lautet: DRK-Kreisverband Odenwaldkreis, Illigstraße 11, 64711 Erbach. Auch Online-Bewerbungen sind möglich, zu richten an: drk.odw@t-online.de.

„Der Betrieb der Notunterkunft, die seither unter Leitung des Katastrophenschutzstabes des Odenwaldkreises mit einer großen Anzahl ehrenamtlich tätiger Personen sowohl der Hilfsorganisationen, aber auch freiwilliger und ungebundener Helferinnen und Helfer möglich war, ist für uns eine große Herausforderung“, blickt Dr. Krauhs auf die dem Roten Kreuz im Odenwaldkreis übertragene Aufgabe. Der Mediziner und Landrat Matiaske heben hervor, dass darin auch eine humanitäre Verpflichtung im Sinne der DRK-Satzung und des Selbstverständnisses der Organisation liegt. Ungeachtet dessen, so der Vorsitzende Dr. Krauhs und der Chef der Kreisverwaltung abschließend,  „werden wir auch weiterhin auf die Unterstützung freiwillig engagierter Helferinnen und Helfer für verschiedene Aufgaben angewiesen sein“.


02.11.2015


LOGOs: EU Sozialfonds,Hessen und EU Investition in die Zukunft, EFS Für Menschen in Hessen