Warntag am 8. Dezember auch im Odenwaldkreis

Warnmittel: Am bundesweiten Warntag, dem 8. Dezember, wird auch die Sirene in Erbach-Bullau eingesetzt. Außerdem wird ein neues System erprobt, das Warnungen aufs Handy schickt, ohne dass man dafür eine spezielle App braucht.

Der Odenwaldkreis beteiligt sich flächendeckend am bundesweiten Warntag, der am 8. Dezember stattfindet. Mit ihm soll die Bevölkerung für die verschiedenen Warnsysteme sensibilisiert werden. Andererseits dient der Tag dem Bund, den Ländern und den Katastrophenschutzbehörden in den Landkreisen zur Überprüfung der notwendigen Technik.

 

„Der Tag ist auch für uns von großer Bedeutung, gerade mit Blick auf den Winter und möglicherweise erforderlichen Warnungen vor Störungen im Zusammenhang mit der Energiekrise“, hebt der stellvertretende Kreisbrandinspektor Norbert Heinkel hervor. Deswegen steht der Warntag auch im Mittelpunkt des vierten und letzten Teils unserer Serie „Vorbereitet durch den Winter“.

 

Am 8. Dezember werden ab 11:00 Uhr unterschiedliche Warnmittel probeweise aktiviert – Warn-Apps, Sirenen, Radio- und Fernsehdurchsagen – und erstmals auch das so genannte Cell Broadcast. Mit Hilfe dieses Systems werden Warnmeldungen auf Handys verschickt, ohne dass man sich dafür registrieren muss. Bei dem Testlauf soll rund die Hälfte aller Mobiltelefone in Deutschland erreicht werden. „Wir begrüßen dieses zusätzliche Mittel ausdrücklich“, so Heinkel. „Es ist im Ernstfall wichtig, dass so viele Menschen wie möglich über einen Schadens- oder gar Katastrophenfall informiert werden.“

 

Am Warntag wird das Cell Broadcast von der Nationalen Warnzentrale des Bundes ausgelöst. Es nutzt dafür das Modulare Warnsystem des Bundes, kurz MoWas. Laut Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe soll Cell Broadcast von Ende Februar 2023 an in Betrieb gehen und für alle warnenden Stellen freigeschaltet sein. Dann kann auch die Zentrale Leitstelle des Odenwaldkreises über MoWas eine Warnung durch Cell Broadcast auslösen.

 

So geschieht es bereits jetzt bei den Warn-Apps, wie im dritten Teil unserer Serie geschildert. Ist für den Odenwaldkreis oder für einzelne Kommunen eine Warnung erforderlich, gibt die Zentrale Leitstelle die nötigen Informationen in MoWas ein, so dass sie dann in die Warn-Apps weitergegeben werden können.

 

Die Zentrale Leitstelle ist nach wie vor für die Auslösung der Sirenen zuständig. Am Warntag werden jedoch die auf Digitalfunk umgerüsteten Sirenen vom Land Hessen ausgelöst, um auch die Möglichkeit einer Landesauslösung zu testen. Die bereits auf Digitalfunk umgerüsteten Sirenen haben einen speziellen Warnton, nämlich einen auf- und abschwellenden Heulton – im Unterschied zu einer Meldung eines Feuers (einmütiger Dauerton mit zweimaliger Unterbrechung).

 

„Mit dem neuen Warnton bekommen auch die Sirenen eine neue Bedeutung für die ganze Bevölkerung“, so Heinkel. Die Umrüstung von Analog- auf Digitalfunk ist im Odenwaldkreis im Gang. Solange noch nicht alle Sirenen umgerüstet sind, rät Heinkel den Bürgerinnen und Bürgern, auch einen Feueralarm sicherheitshalber als allgemeinen Warnruf zu verstehen und auf Radiodurchsagen zu achten.

 

Weil im Kreisgebiet etliche Kriegsflüchtlinge leben, bittet die Kreisverwaltung alle ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer, diese Menschen über den Hintergrund der Sirenen-Übung aufzuklären.

 

Weitere Informationen über den Warntag sind unter https://warnung-der-bevoelkerung.de zu finden.

 

Bisher erschienen: Selbsthilfe und Vorsorge zuhause (8. November), Anlaufstellen in den Städten und Gemeinden (14. November), Warn-Apps auf dem Handy (21. November).

 

 

 

 

 

 

 


25.11.2022


LOGOs: EU Sozialfonds,Hessen und EU Investition in die Zukunft, EFS Für Menschen in Hessen