Ab Freitag vorerst Distanzunterricht in Schulen – Inzidenz bei 184,1

Am Dienstag (4. Mai) erfasste das Gesundheitsamt 30 neue positive Corona-Testergebnisse. Sie verteilen sich nahezu auf alle Städte und Gemeinden des Kreises. Die Gesamtzahl steigt damit auf 4.120. Davon gelten 3.647 Personen bereits als genesen – 15 mehr als am Vortag. Die Zahl der Todesfälle bleibt bei 163. Der Infektionssaldo liegt bei 310.

 

Die 7-Tage-Inzidenz steigt leicht an und beträgt nach Berechnungen des Robert-Koch-Instituts 184,1 (Stand 05.05., 00:00 Uhr).

 

Damit liegt die Quote den dritten Tag in Folge über der Marke von 165, so dass die Schülerinnen und Schüler im Odenwaldkreis in Folge der „Bundes-Notbremse“ ab Freitag, 7. Mai, wieder per Distanzunterricht lernen müssen. Für die Klassen eins bis sechs soll es eine Notbetreuung geben. Ausgenommen von dieser Regel sind Abschlussklassen und Förderschulen, für sie gilt weiter Wechselunterricht. In Kindertagesstätten und in der Kindertagespflege wird nur noch eine Notbetreuung angeboten.

 

Wie von uns mitgeteilt, dürfen Geschäfte, die nicht gemäß Verordnung regulär geöffnet haben, bereits ab morgen, 6. Mai, nur noch die Abholung von Waren anbieten („Click & Collect“). Das ergibt sich daraus, dass der Odenwaldkreis seit Sonntag die vom Bund vorgegebene Schwelle der 150er-Inzidenz überschritten hat.

 

Damit beide Einschränkungen wieder aufgehoben werden können, muss die jeweilige Inzidenz-Grenze, also 165 für Schulen und Kitas beziehungsweise 150 für Geschäfte, fünf Werktage in Folge unterschritten werden (s. unten stehende Erläuterung).

 

In den vergangenen sieben Tagen wurden 178 neue Corona-Infektionen registriert. Mit 85 gab es die meisten Fälle in der Unterzent (Höchst 51, Breuberg 24, Lützelbach 10), gefolgt vom Gersprenztal mit 34 (Reichelsheim 31, Brensbach 1, Fränkisch-Crumbach 2). In Mossautal/Oberzent gab es 23 Infektionen (Mossautal 3, Oberzent 20), in Erbach/Michelstadt 22 (Erbach 12, Michelstadt 10) und in Bad König/Brombachtal 14 (Bad König 11, Brombachtal 3).

 

Auf den Corona-Stationen werden derzeit zehn Patienten betreut. Davon benötigen vier eine intensivmedizinische Behandlung. In Kliniken außerhalb des Kreises befinden sich neun weitere Patienten.

 

Von einer Quarantäne betroffen sind Gruppen der Evangelischen Kita in Reichelsheim sowie eine Gruppe der Kita Himmelsauge in Oberzent-Rothenberg. Betroffen sind ebenso eine gemeinsame Lerngruppe von Erst- und Zweitklässlern der Grundschule Sandbach, außerdem Teile einer Klasse und der Schulnotbetreuung sowie die städtische Notbetreuung der Breubergschule in Rai-Breitenbach. Außerdem stehen die Bewohnerinnen und Bewohner zweier Gebäude des Wohnheims der AWO Integra in Mümling-Grumbach unter Quarantäne.

 

Erläuterung zur Aufhebung von Notbremse-Maßnahmen:

 

Bei den fünf Tagen, die für die Aufhebung von Notbremse-Maßnahmen erreicht werden müssen, werden nur Werktage (Montag bis Samstag) gewertet. Ein Sonn- oder Feiertag unterbricht die Zählung aber nicht. Die Maßnahme gilt dann am übernächsten Tag nach dem Erreichen nicht mehr. Ein fiktives Beispiel: Inzidenz unter 165 am Mittwoch, Donnerstag, Freitag, Samstag, Montag – Schulen öffnen für den Wechselunterricht am Mittwoch.


05.05.2021


LOGOs: EU Sozialfonds,Hessen und EU Investition in die Zukunft, EFS Für Menschen in Hessen