Wie verwundbar ist die digitale Landwirtschaft?

Hilfsmittel: Eine Drohne fliegt über ein Feld, so dass der Landwirt sich einen besseren Überblick verschaffen kann.

Der im vergangenen Jahr geplante Rathausvortrag der Odenwald-Akademie „Resilient Smart Farming – Nutzung digitaler Technologien in krisensicherer Infrastruktur" wird nun online nachgeholt. Am 22. April gibt Professor Dr. Christian Reuter um 19:30 Uhr Einblicke in seine Forschungsarbeit. Er ist Professor für Wissenschaft und Technik für Frieden und Sicherheit an der Technischen Universität Darmstadt. Insbesondere beschäftigt sich Reuter mit interaktiven Technologien im Kontext der Sicherheits-, Krisen- und Friedensforschung.

 

Smart Farming bezeichnet den modernen Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien in der Landwirtschaft. Der Technologie werden viele Chancen zugesprochen, aber nur selten wird die Frage gestellt, wer die Verantwortung trägt, wenn zum Beispiel Maschinenflotten durch Cyberangriffe paralysiert werden, so dass es zu Produktionsengpässen oder sogar -ausfällen kommen könnte. Haben die Verbraucher Verständnis für diese Ausfälle, wenn sie vor leeren Regalen stehen? Bietet die Entlastung für Landwirte einen Nährboden für eine Versorgungskrise? Welche Lösungen gibt es?

 

Der Vortrag setzt sich mit der Sicherheit der Landwirtschaft im digitalen Zeitalter kritisch auseinander. Dabei geht es nicht um die Frage, ob Smart Farming in der landwirtschaftlichen Praxis sinnvoll ist, sondern darum, ob deren Infrastruktur gegen Angriffe und Ausfälle gewappnet ist. Schließlich ist die Analyse der Ernährungswirtschaft in Hinsicht auf mögliche Angriffspotenziale und auf Ausfallsicherheit gesellschaftlich relevant.

 

Wer schon mal in das Thema hineinhören möchte, kann dies auf der Homepage der Odenwald-Akademie im Programmbereich „Resilient Smart Farming“ tun. Dort ist ein Podcast von „Hessen schafft Wissen“ mit Prof. Dr. Christian Reuter hinterlegt, in dem er über Social Media und Fake News, Cyber Peace und die Nutzung digitaler Technologien in der Landwirtschaft spricht.

 

Für die Teilnahme am Online-Vortrag wird lediglich ein PC/Laptop/Handy oder Tablet mit einer guten Internetverbindung benötigt; eine Kamera oder weitere Software sind nicht erforderlich. Anmeldungen können nur bis zum 21. April, 18:00 Uhr, registriert werden. Alle angemeldeten Personen erhalten am Vormittag des Veranstaltungstages per E-Mail den Zugangslink.

 

Interessierte können sich wie üblich über die Webseite www.odenwald-akademie.de dazu anmelden oder sich im Newsletter der Odenwald-Akademie eintragen lassen. Für Informationen rund um die Odenwald-Akademie steht Raquel Jarillo unter der Telefonnummer 06062 70-385 oder per E-Mail r.jarillo@odenwaldkreis.de zur Verfügung.


08.04.2021


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