Luca-App im Odenwaldkreis im Einsatz

Im Odenwaldkreis soll mit Hilfe der Luca-App die Nachverfolgung von Kontakten verbessert werden, um so der Corona-Pandemie wirksamer begegnen zu können. Der Kreis gehört zu den ersten sechs Regionen in Hessen, die bereits in dieser Woche an das System angeschlossen wurden, so dass das Gesundheitsamt künftig verschlüsselt übermittelte Daten einsehen und auswerten kann. „Die App bietet die Möglichkeit, Infektionsketten schnell zu identifizieren und so zu unterbrechen“, hebt Landrat Frank Matiaske hervor. „Sie ist damit eine große Hilfe.“

 

Die App kann auf dem Smartphone heruntergeladen werden. Über einen QR-Code kann man sich dann problemlos anmelden, etwa in einem Geschäft oder bei einer Veranstaltung. Wenn ein Infektionsfall eintritt und der Betroffene dem Gesundheitsamt Einblick in die App-Daten seiner Aufenthaltsorte gewährt, kann das Amt alle informieren, die sich zur betreffenden Uhrzeit an dem entsprechenden Ort aufgehalten haben.

 

Menschen, die kein Smartphone haben, können einen Schlüsselanhänger mit QR-Code nutzen, über den bei der erforderlichen Registrierung persönliche Kontaktdaten hinterlegt sind. Die Kreisverwaltung bestellt diese Anhänger; die Ausgabestellen werden so bald als möglich mitgeteilt.

 

Matiaske bittet Unternehmen, sich dem System anzuschließen, und Privatpersonen, die App herzunterzuladen oder sich einen Schlüsselanhänger zu besorgen. Unternehmen, die Fragen dazu haben, können sich an die Odenwald-Regionalgesellschaft wenden (Kontaktdaten auf der Homepage www.odenwaldkreis.de unter der Kachel Luca-App.).

 

Hier noch einige Informationen:

 

Luca für Bürgerinnen und Bürger

Wer Luca nutzen möchte, kann sich die kostenlose App auf sein Handy laden (verfügbar für Apple und Android-Geräte) und ist nach einer kurzen Registrierung startklar. Wer kein Smartphone besitzt, kann sich den kostenlosen Schlüsselanhänger holen und die Seriennummer auf der Internetseite von Luca registrieren. Wer nun zum Beispiel einen Friseurtermin hat, hat mit dem Smartphone zwei Möglichkeiten im Salon „einzuchecken“: Entweder scannt man einen ausgehängten QR-Code in seiner App, oder der Betreiber erfasst den QR-Code, den die eigenen Luca-App generiert hat, mit einem Lesegerät. Wer sich für einen Schlüsselanhänger entschieden hat, lässt diesen abscannen. Die persönlichen Daten werden so verschlüsselt erfasst und nur das Gesundheitsamt kann diese entschlüsseln, wenn sie für eine Kontaktnachverfolgung benötigt werden. Auch der Salonbetreiber selbst – um beim Beispiel zu bleiben – kann die Kontaktdaten seines Kunden nicht sehen, sondern bekommt ausschließlich verschlüsselte Daten angezeigt.

Luca kann auch private Treffen von Freunden und Familie erfassen. Dazu erstellt ein Teilnehmer eine private Veranstaltung in der App und lässt den generierten Code von allen anderen scannen.

 

Luca für Unternehmen

In Unternehmen jeder Art, vom Seniorenheim bis zum Friseursalon, kann Luca die bisher nötigen Zettel ersetzen, mit den die Kontaktdaten der Besucher dokumentiert wurden. Dazu ist eine Registrierung im Internet unter https://www.luca-app.de/mein-luca/ erforderlich. Danach kann entweder ein QR-Code ausgedruckt werden, den die zukünftigen Besucher scannen, oder man kann mit einem entsprechenden Gerät die Codes der Gäste auslesen. Auch die manuelle Eingabe von ausgefüllten Kontaktformularen ist möglich. Diese drei Wege der Erfassung können auch parallel genutzt werden. Sollte das Gesundheitsamt Daten von einem Unternehmen benötigen, stellt es eine entsprechende Anfrage und kann diese dann entschlüsseln und nutzen. Das Unternehmen selbst erhält keine Kontaktdaten seiner Kunden, sie bleiben verschlüsselt.


02.04.2021


LOGOs: EU Sozialfonds,Hessen und EU Investition in die Zukunft, EFS Für Menschen in Hessen