Wie man mit grüner Farbe tötet

Erst eine zweite Abstimmung zwischen Jess Geiger (hinten links) und Wiebke Behrouzi entschied knapp über den Sieg im Krimischreibwettbewerb der Erwachsenen. Am Ende konnte Behrouzi die 2.000 Euro Preisgeld, die die Sparkasse Odenwaldkreis gestiftet hatte, mit nach Hause nehmen. Den Scheck überreichte Christof Popp, Leiter Privatkunden (vorne rechts). Zu den ersten Gratulanten zählte Landrat Frank Matiaske.

Wiebke Behrouzi konnte sich am Ende der Krimi-Preisverleihung den ersten Platz sichern. Sie gewann die Abstimmung des Publikums. Das Bild zeigt sie beim Vortragen ihres Krimis, in der eine Künstlerin mit grüner Farbe mordet.

Spannend bis zum Schluss präsentierte sich die Preisverleihung nach dem Krimischreibwettbewerb des Odenwaldkreises unter dem Motto „Mords-Kunst“ am 11. September in der Werner-Borchers-Halle in Erbach: Um den Gewinner des Erwachsenen-Wettbewerbs zu ermitteln, waren am Ende sogar zwei Abstimmungen des Publikums nötig.

 

Aber zurück zum Anfang: Trotz Corona-Pandemie hatte sich der Odenwaldkreis entschlossen, die Preisverleihung wie geplant durchzuführen. Es wurden entsprechende Abstands-und Hygienekonzepte entwickelt, die auch den ganzen Abend eingehalten wurden. „Es war uns wichtig, die Leistungen der über 250 Autorinnen und Autoren, die sich an dem Wettbewerb beteiligt hatten, angemessen zu würdigen“, erläuterte Landrat Frank Matiaske bei seiner Begrüßung. Er dankte allen, die mit daran gearbeitet hatten – allen voran Ute Naas vom Kulturmanagement. „So ist es möglich, dass wir Preisträger aus Nah und Fern heute im schönen Odenwaldkreis begrüßen können, um gemeinsam einen spannenden Abend zu erleben“, freute sich der Landrat. Dafür sorgte auch Moderatorin Kim Engels (Wiesbaden), die durch die Veranstaltung führte.

 

Der Auftakt gehörte den Jugendlichen. Aufgeteilt in drei Altersklassen, zeigten sie ihre „kriminelle Energie“. Bei den 11 bis 12-jährigen holte sich Elina Koopmanns aus Pinneberg (Schleswig-Holstein) mit ihrer Geschichte „Das magische Gemälde“ den Sieg. Der erste Platz der Altersstufe 13 bis 15 Jahre ging an Clemens Behrouzi aus Darmstadt für „Die Kunst der Asseln“. Bei den 16 bis 17-jährigen gewann Anton Wolf aus Erbach mit seinem Krimi „Der Fluch der späten Reue“. Alle drei präsentierten ihr Werk dem Publikum und sorgten so für die ersten Gänsehautmomente des Abends.

 

Nach einer Pause ging es dann mit dem Wettbewerb der Erwachsenen weiter. Hier hatte die Jury zwar die besten drei Krimis bestimmt, wer aber das Preisgeld in Höhe von 2.000 Euro mit nach Hause nehmen durfte, entschied das Publikum. Deshalb lasen Wiebke Behrouzi (Darmstadt), Arno Endler (Beulich) und Jess Geiger (Dinslaken) ihre Geschichten vor. Nachdem es in einer ersten Abstimmung zu einem Gleichstand zwischen Behrouzi und Geiger gekommen war, brachte das „Stechen“ ein denkbar knappes Ergebnis: Mit 51 Prozent gewann Wiebke Behrouzi den Krimischreibwettbewerb 2020 des Odenwaldkreises und somit die 2.000 Euro, die die Sparkasse Odenwaldkreis dafür gestiftet hatte. In ihrem Krimi tötete eine Künstlerin langsam mit Hilfe von grüner Farbe. Wen und warum kann man in der Anthologie „Mords Kunst“ nachlesen, die ab sofort im Buchhandel erhältlich ist. In ihr finden sich die 30 besten Einsendungen des Erwachsenenwettbewerbs sowie die drei Sieger-Krimis der Jugendkategorien wieder.

 

Der nächste Krimischreibwettbewerb des Odenwaldkreises wird 2022 stattfinden. Passend zum 50-jährigen Kreisjubiläum wird das Thema dann „Mörderischer Odenwald“ lauten.

 

Der Odenwaldkreis dankt allen Sponsoren und Unterstützern, die den Wettbewerb und die Preisverleihung möglich gemacht haben.


14.09.2020


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