„Grüne Hausnummer für umweltbewusstes Bauen und Sanieren“

Muster: So könnte die „Grüne Hausnummer“ aussehen.

Der Odenwaldkreis lobt in diesem Jahr erstmalig die „Grüne Hausnummer für umweltbewusstes Bauen und Sanieren“ aus. Hauseigentümer oder Eigentümergemeinschaften aus dem Odenwaldkreis haben somit die Möglichkeit, sich um eine eigens gestaltete, grüne Nummerntafel zu bewerben. Voraussetzung ist, dass dem eigenen Zuhause eine besondere ökologische Bedeutung zugerechnet werden kann.

 

„Wir möchten mit der Auszeichnung die guten Beispiele für umweltbewusstes Bauen und Sanieren würdigen und für die Öffentlichkeit sichtbar machen“, so Landrat Frank Matiaske. Interessenten können den Kriterienkatalog im Klimaschutzbereich der Kreishomepage www.odenwaldkreis.de einsehen, herunterladen und das eigene Zuhause bewerten. Der Katalog liegt auch am Bürgerservice im Landratsamt aus. Wer die erforderliche Punktzahl erreicht, setzt sich mit der Kreisverwaltung in Verbindung und die Kriterien werden gemeinsam überprüft. Kann die Eigenbewertung bestätigt werden, erhält der Hauseigentümer schließlich die „Grüne Hausnummer“. Finanziert wird das Projekt von der Stiftung der Sparkasse Odenwaldkreis.

 

Klimaschutzmanager Markus Linkenheil betont, dass eine energetische Sanierung nicht zwingend mit großen finanziellen Investitionen verbunden sein müsse. „Es gibt eine ganze Reihe an Maßnahmen, um die Ökobilanz rund ums Gebäude zu verbessern.“ Wenn die teure Fassadendämmung also gerade nicht möglich sei, könne zum Beispiel über eine kleinere und ebenso sinnvolle Dämmung der Kellerdecke oder der obersten Geschossfläche nachgedacht werden. „Diese vergleichsweise kostengünstigen Maßnahmen rechnen sich oft schon nach wenigen Jahren.“

 

Punkte gibt es jedoch auch für ganz andere Themenbereiche wie der Nutzung von Solarenergie oder der Umsetzung einer naturnahen Gartengestaltung. Der Kriterienkatalog soll somit auch als Ideensammlung verstanden werden. Wer sich beispielsweise Gedanken über eine Sanierung der Heizanlage macht, bekommt über die Auflistung einen ersten Überblick darüber, welche der Alternativen aus ökologischer Sicht besonders zu empfehlen wären.

 

Rückfragen beantwortet Klimaschutzmanager Linkenheil unter der Telefonnummer 06062 70-108 oder der Mail-Adresse m.linkenheil@odenwaldkreis.de.

 

Für viele der im Kriterienkatalog hinterlegten Maßnahmen können auch Fördergelder in Anspruch genommen werden. Wie Hauseigentümer am besten zu den geeigneten Programmen kommen, darüber informiert neben dem Landratsamt unter anderem auch die Verbraucherzentrale Hessen. Sie bietet unabhängige Energieberatungen an und steht „Häuslebauern und -sanierern“ mit wertvollen Praxistipps zur Seite.

 

 

 

 

 


14.09.2020


LOGOs: EU Sozialfonds,Hessen und EU Investition in die Zukunft, EFS Für Menschen in Hessen