28 Jahre Einsatz für Odenwälder Jugendliche

Abschied mit Corona-Abstand: Ulrich Harlos (Mitte) geht in den Ruhestand. Ihm danken (von links) die Abteilungsleiterin Karina Glabisch, Jugenddezernent Oliver Grobeis, der Jugendamtsleiter Ralf Franz Bär, der Personalamtsleiter Manfred Kaufmann und die Personalratsvorsitzende Britta Ziefle.

Straffällig gewordene Jugendliche vor Gericht zu unterstützen, ihnen zu helfen, die Ursachen ihrer Straftat zu verstehen, und gemeinsam mit ihnen und ihren Eltern eine Zukunftsperspektive zu entwickeln – das ist die Aufgabe der Jugendgerichtshilfe des Odenwaldkreises, in der Ulrich Harlos 28 Jahre lang tätig war. Am Mittwoch (3.6.) hat Jugenddezernent Oliver Grobeis den Sozialpädagogen in den Ruhestand verabschiedet und sich für dessen „zuverlässigen, für die Jugendlichen enorm wichtigen Einsatz“ bedankt.

 

Auch Jugendamtsleiter Ralf Franz Bär und die für die Jugendgerichtshilfe zuständige Abteilungsleiterin Karina Glabisch anerkannten Harlos‘ „fachlich immer fundierte Arbeit“ und lobten seine große Erfahrung im Umgang mit Jugendlichen, Eltern und Gerichten.

 

Bevor Harlos 1992 ins Team der Jugendgerichtshilfe kam, hatte er sechs Jahre in einem Jugendzentrum im Frankfurter Bahnhofsviertel gearbeitet. Zuvor hatte er Stellen in Pforzheim und Darmstadt inne. Sozialpädagogik studierte Harlos von 1978 bis 1982 an der Fachhochschule Darmstadt. Zunächst hatte er eine Ausbildung zum Stahlbauschlosser gemacht, dann aber die Allgemeine Fachhochschulreife erworben, um studieren zu können. Seine Zeit in Frankfurt beschreibt er als „unheimlich interessant“, jedoch habe er sich noch einmal umorientieren wollen und sich beim Odenwaldkreis beworben.

 

Wie Grobeis, Bär und Glabisch würdigten auch der Personalamtsleiter Manfred Kaufmann und die Personalratsvorsitzende Britta Ziefle den langjährigen, verlässlichen Einsatz von Ulrich Harlos, der all die Jahre mit zwei Kolleginnen in ein und demselben Team tätig war.

 

Die Jugendgerichtshilfe des Odenwaldkreises hat im vergangenen Jahr rund 360 Fälle bearbeitet, etwa wegen Diebstahls, Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz und Körperverletzung. Sie bringt pädagogische und erzieherische Gesichtspunkte in die Gerichtsverhandlung ein und bleibt auch danach Ansprechpartner, etwa bei der Vermittlung von Einsatzstellen für die Ableistung von gemeinnütziger Arbeit.

 

 

 

 

 

 

 

 


03.06.2020


LOGOs: EU Sozialfonds,Hessen und EU Investition in die Zukunft, EFS Für Menschen in Hessen