Naturschutzbehörde untersagt Wasser-Entnahme aus Gersprenz

So sieht es aus, wenn ein Fluss nur sehr wenig Wasser führt, wie es derzeit auch in der Gersprenz der Fall ist.

Die Untere Naturschutzbehörde des Odenwaldkreises weist darauf hin, dass die Entnahme von Wasser aus der Gersprenz aufgrund des niedrigen Wasserstands bis auf weiteres untersagt ist. Sie unterstreicht damit eine entsprechende Verfügung des Regierungspräsidiums Darmstadt, das schon vor einigen Tagen darauf hingewiesen hatte, dass es aufgrund der anhaltenden Trockenheit zu einer immer kritischer werdenden Wasserknappheit in der Gersprenz komme, „so dass negative ökologische Auswirkungen, insbesondere auch ein Fischsterben drohen“.

 

Das normalerweise zulassungsfreie Entnehmen von Wasser aus der Gersprenz und deren Seitengewässern sei ab sofort wasser- und naturschutzrechtlich unzulässig, so Ralf Klein von der Unteren Naturschutzbehörde. Von der Wasserknappheit seien alle im und am Wasser lebenden Tiere betroffen. „Wer Wasser entnimmt, etwa um seinen Garten zu gießen, verschärft die bedrohliche Situation für Fische, Krebse, Muscheln und Schnecken. Auch der Regen der vergangenen Nacht ändert daran  nichts. Deswegen ist jeder gehalten, der Gersprenz und den Seitengewässern vorerst kein Wasser mehr zu entnehmen.“

 

Das Regierungspräsidium und die Untere Naturschutzbehörde weisen darauf hin, dass Zuwiderhandlungen geahndet werden können. Sobald sich die Situation wieder entspannt, wird die Öffentlichkeit darüber informiert.


06.07.2018


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