Wichtiger Schritt für die wohnortnahe medizinische Versorgung der Bürger

Ein großer Schritt in Richtung wohnortnaher Gesundheitsversorgung ist getan: Das Gesundheitsversorgungszentrum Oberzent ist eröffnet. Landrat Frank Matiaske wünschte den Akteuren gutes Gelingen und freute sich über die konsequente Weiterverfolgung des Strategiekonzeptes zur Gesundheitsversorgung im Odenwaldkreis.

In Oberzent-Beerfelden wurde heute das erste Gesundheitsversorgungszentrum (GVZ) im Odenwaldkreis eröffnet. Das Zentrum ist eine der Maßnahmen, mit denen der Odenwaldkreis dem bestehenden und vor allem zukünftigen Ärztemangel im ländlichen Raum nachhaltig begegnen will. In einem ersten Schritt wurde bereits ein Strategiekonzept zur Gesundheitsversorgung im Odenwaldkreis entwickelt, die Eröffnung des ersten GVZ ist nun der zweiten Schritt auf dem Weg, der den Odenwälder Bürgerinnen und Bürgern eine wohnortnahe Gesundheitsversorgung garantieren soll. Auch Hessens Gesundheitsminister Stefan Grüttner machte sich vor Ort ein Bild von den Anstrengungen, die für dieses Ziel betrieben werden: „Ich freue mich, dass wir hier heute das erste durch das Land geförderte Gesundheitszentrum einweihen können. Damit unterstützen wir die wohnortnahe, sektorenübergreifende Gesundheitsversorgung im Odenwaldkreis, denn solche Modelle sind die gesundheitliche Versorgung der Zukunft“. Was „sektorenübergreifend“ oder auch multidisziplinär meint, erläuterte Dr. Alwin Weber, zweiter Vorsitzender der Gesundheitsversorgungskooperation Oberzent, dem Verein, der für die Sicherung und Förderung einer wohnortnahen Gesundheitsversorgung für die Region Oberzent zuständig ist: „Im GVZ finden Bürgerinnen und Bürger nicht nur Ärzte verschiedener Fachrichtungen sondern auch weitere Leistungserbringer aus den Bereichen Gesundheit und Pflege. So soll die ganzheitliche gesundheitliche Betreuung in jedem Alter erreicht werden.“ Dem Verein ist es außerdem gelungen, einen Hausarzt für das Zentrum zu gewinnen. Ab 1. Juli 2018 wird Dr. Bernhard Wagner dort praktizieren. Die Besonderheit dieses Konzeptes betonte auch Landrat Frank Matiaske: „Die Bevölkerung erhält hier nicht nur eine umfassende medizinische Versorgung, sondern auch Organisationen wie das Deutsche Rote Kreuz, das Diakonische Werk, die Caritas, die AWO und das Netzwerk Frühe Hilfen bieten ihre Leistungen dezentral, bedarfsorientiert und koordiniert an. Die Integration von pflegerischen Strukturen, Therapiezentren und weiterer Anbieter außerhalb des Zentrums ist damit beispielhaft gelungen“. Er freue sich sehr, dass mit der Eröffnung des GVZ der Weg zu einer guten Gesundheitsversorgung im Odenwaldkreis konsequent weiter beschritten werde und wünsche allen Akteuren gutes Gelingen für die Zukunft, so Matiaske weiter.

 

 


05.03.2018


LOGOs: EU Sozialfonds,Hessen und EU Investition in die Zukunft, EFS Für Menschen in Hessen