Tierseuchenbekämpfung - Aviäre Influenza

Das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz weist aufgrund mehrerer kürzlich erfolgter Einträge der Geflügelpest (Aviäre Influenza) Geflügelhalter auf die Einhaltung von Präventionsmaßnahmen hin. Den konkreten Hintergrund sowie Maßnahmen finden Sie auf der Homepage des Ministeriums.

Tierseuchenbekämpfung - Afrikanische Schweinepest (ASP)

Der vor wenigen Wochen erfolgte Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in einem Hausschweinebestand im baden-württembergischen Landkreis Emmendingen, weitab vom bisherigen Seuchengeschehen in Polen und den östlichen Bundesländern, hat gezeigt, dass diese Seuche immer und überall unerwartet auftreten kann. Aus diesem Grund ist es unbedingt erforderlich, dass sowohl Landwirte und Jäger aber auch Erholungssuchende, die in den heimischen Wäldern unterwegs sind oder auf einem landwirtschaftlichen Betrieb Urlaub machen, dringend aufgefordert sind, gewisse Biosicherheitsmaßnahmen einzuhalten. Die Abteilung Veterinärwesen und Verbraucherschutz hat ein Informationsschreiben an Landwirte und Jäger verfasst, dass auch auf der Website des Odenwaldkreises eingestellt ist.

Die Seuche ist für Menschen ungefährlich, aber für Schweine tödlich. Sie verursacht hohe wirtschaftliche Verluste, insbesondere durch im Seuchenfall verhängte Handelsrestriktionen für lebende Schweine und insbesondere Schweinefleisch und daraus hergestellte Erzeugnisse. Sie wird nicht nur durch direkten Kontakt übertragen, sondern vor allem indirekt durch Speisereste oder Gegenstände. Insbesondere in Fleischerzeugnissen wie Wurstwaren oder Schinken ist der Erreger sehr lange überlebens- und ansteckungsfähig. Urlauber und Erholungssuchende, die in Feld und Wald unterwegs sind oder Urlaub auf dem Bauernhof machen, werden daher dringend aufgefordert, keine Speisereste im Wald zurückzulassen oder gar Hausschweine damit zu füttern. Nach Möglichkeit sollten Speisereste in geschlossenen Abfallbehältnissen entsorgt oder mit nach Hause genommen werden. Auf keinen Fall dürfen Speisereste auf Park- und Rastplätzen oder an Grill- und Picknickplätzen zurückgelassen werden.

Hier finden Sie tiefergehende Informationen für Landwirte (pdf) und Jäger (pdf).

Weitere Informationen zum Thema finden sich auf der Homepage des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Klimaschutz, ländlichen Raum und Verbraucherschutz unter

https://umwelt.hessen.de/tierschutz-und-tierseuchen/tierseuchen/afrikanische-schweinepest

Tierseuchenbekämpfung - Staupe bei Füchsen

Bei einem Fuchs aus der Gemeinde Brensbach ist die Staupe nachgewiesen worden. Die Staupe ist eine der bedeutendsten Infektionskrankheiten bei Hunden und hundeartigen Beutegreifern wie Fuchs, Wolf und Marderhund. Sie befällt aber auch Marderartige wie Baum- und Steinmarder, Wiesel und Dachs, sowie Waschbären. Für andere Tiere und den Menschen ist das Virus ungefährlich. Das Virus breitet sich seit einigen Jahren in der Wildtierpopulation aus. Es wird neben der Fuchsräude für das in einigen Gebieten vermehrt beobachtete Fuchssterben verantwortlich gemacht.
Die Symptome der Staupe sind Nasen- und Augenausfluss, Fieber, Atemwegssymptome, aber auch Erbrechen, Durchfall und starker Gewichtsverlust. Häufig ist das zentrale Nervensystem betroffen. Dies führt zu Bewegungsstörungen, häufig auch zu Blindheit. Typisch ist ein mehrphasiger Fieberverlauf. Dabei wechseln sich Phasen mit hohem Fieber mit fieberfreien Phasen ab. Die Krankheit verläuft häufig tödlich, vor allem bei Jungtieren. 
Die Ansteckung erfolgt durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren, aber auch indirekt durch Kontakt mit deren Ausscheidungen oder Sekreten.
Eine Impfung schützt die Hunde zuverlässig vor einer Infektion. Die üblichen Kombinationsimpfstoffe enthalten eine Komponente, die gegen das Staupevirus schützt. Insbesondere bei jagdlich geführten Hunden ist auf einen ausreichenden Impfschutz zu achten. Gegebenenfalls sollte der Haustierarzt zu Rate gezogen werden.
 

Tierseuchenbekämpfung - Aujeszky'sche Krankheit bei Wildschweinen

Die Aujeszky´schen Krankheit (AK) tritt im Odenwald und Spessart schon seit Jahren endemisch bei Wildschweinen auf. Allerdings handelt es sich lediglich um Antikörperbefunde, die auf eine stattgefundene Infektion hindeuten. Ein Virusnachweis bei Wildschweinen ist bisher im hiesigen Landkreis noch nicht erfolgt. Beim AK-Virus handelt es sich um ein Herpesvirus. Herpesviren haben die Eigenart, sehr lange unerkannt im Körper eines Wirtes zu existieren. Bei Stresssituationen wie Jagddruck, Rausche oder Geburt können sie aktiviert werden und kurzzeitig im Körper des Wirtes zirkulieren. Dabei werden sie auch über Blut und Sekrete ausgeschieden und können andere Tiere infizieren. Während die Erkrankung bei Wild- oder Hausschweinen häufig symptomlos verläuft, ist sie für Fleischfresser wie Hunde und Katzen stets tödlich. Für den Menschen ist sie ungefährlich.

 

Bei der Jagd sollte darauf geachtet werden, dass Wildbret oder Aufbruch von Wildschweinen unter keinen Umständen roh an Jagdhunde verfüttert werden darf. Auch sollten Hunde beim Streckelegen nach Möglichkeit keinen direkten Kontakt zu Tierkörpern haben. Die Arbeit auf der Schweißfährte ist jedoch unbedenklich, sofern die Hunde keinen intensiven Kontakt mit dem aufgefundenen Stück haben.

 

An dieser Stelle wird auf die angebotenen Möglichkeiten zur Schweinepestdiagnostik (Blutprobenröhrchen) verwiesen. Bei der Untersuchung auf Schweinepest wird routinemäßig auch auf die Aujeszky´sche Krankheit untersucht. Die Probenröhrchen können über die hiesige Dienststelle oder auch über den Bürgerservice beim Landratsamt in Erbach bezogen werden.

LOGOs: EU Sozialfonds,Hessen und EU Investition in die Zukunft, EFS Für Menschen in Hessen