Lebensmittel, Verbraucherschutz und Fleischhygiene

Die amtliche Lebensmittelüberwachung beginnt bereits im Stall und erstreckt sich lückenlos über alle Verarbeitungs- und Vermarktungsstufen bis hin zum Endverbraucher. Amtstierärztinnen und Amtstierärzte sowie Lebensmittelkontrolleurinnen und Lebensmittelkontrolleure des Veterinäramtes arbeiten mit amtlichen Tierärztinnen und Tierärzten für den Bereich der Fleischuntersuchung, amtlichen Fachassistenten und dem Staatlichen Untersuchungsamt Hessen eng zusammen, damit gesundheitlich unbedenkliche Lebensmittel gewonnen und in den Verkehr gebracht werden.


Die Rechtsvorschriften zum Schutz der Verbraucher richten sich in erster Linie an die Erzeuger, Hersteller und Importeure. Sie haben im Rahmen ihrer Sorgfaltspflicht dafür Sorge zu tragen, dass die Verbraucher stets einwandfreie Ware erhalten. Zugleich gilt diese Sorgfaltspflicht auf allen gewerbsmäßigen Handels- und Bearbeitungsstufen.
 

Lebensmittelüberwachung und Verbraucherschutz schützen den Verbraucher vor Täuschungen, Irreführungen und gesundheitlichen Gefahren, die von Lebensmitteln ausgehen können. Hierzu zählt die Herstellung und der Verkehr von Lebensmitteln, Tabakerzeugnissen, kosmetischen Mitteln und Gegenständen des täglichen Bedarfs. Letztere umfassen u. a. Bekleidung, Schuhe, Spielwaren, Geschirr und Produkte, die nicht nur vorübergehend mit dem menschlichen Körper in Berührung kommen. Im Rahmen der Überwachung werden Betriebe, Personal und Produkte kontrolliert. Der Gesundheitsschutz führt zu Anforderungen an die Beschaffenheit, der Täuschungsschutz führt zu Anforderungen an die Kennzeichnung. Aus Gründen des Gesundheitsschutzes und des Täuschungsschutzes müssen lebensmitteltechnologische Verfahren geregelt werden.

 

Rechtsgrundlage hierfür ist das Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch (LFGB) und die dazu erlassenen Rechtsverordnungen.
 

Dazu gehört:

  • Kontrolle von Betrieben und Transporteinrichtungen
  • Erteilung von Auflagen zur Beseitigung festgestellter Mängel
  • Untersuchung von Proben
  • Ahndung von Verstößen

In regelmäßigen Abständen werden die Betriebe von unseren Lebensmittelkontrolleuren kontrolliert. Die Kontrollhäufigkeit folgt dabei einer Risikobewertung der einzelnen Betriebe. Besonderes Augenmerk wird auf hygienische Gesichtspunkte gelegt.


Auch die Untersuchung von Proben zählt zu unseren Aufgaben. Überwiegend werden Planproben nach Vorgaben des Hessischen Landeslabors beim Hersteller sowie aus dem Handel entnommen. Probenauswahl und Untersuchungsumfang sind für die Wirksamkeit der Überwachung von entscheidender Bedeutung. Die Zahl der Stichproben richtet sich nach der Einwohnerzahl im Zuständigkeitsbereich der Überwachungsbehörde. Die Auswahl der Stichproben orientiert sich am Warenkorb. Dabei werden Lebensmittel mit erhöhtem Risiko (z. B. leicht verderbliche Waren) stärker berücksichtigt. Außerdem werden die Größe der Partien, die Homogenität der Erzeugnisse, die Produktvielfalt sowie der technologische Fortschritt bei der Probenauswahl berücksichtigt. Neben Stichproben werden auch von Verbrauchern aufgrund einer Beschwerde eingereichte Proben berücksichtigt. Aber auch bei Erkenntnissen, die im Rahmen einer Kontrolle festgestellt werden, können in den Betrieben Verdachtsproben gezogen werden.

 

Formulare und Merkblätter

 

Reinigungs- und Desinfektionsplan Muster (pdf) - Ausfüllhinweise (pdf) 

Temperaturmessungen Muster (pdf) - Ausfüllhinweise (pdf)

Lebensmittel für besonders empfindliche Personengruppen 

Meldung nach Artikel 6 Verordnung (EG) Nr. 852/2004 (pdf)

Weitergehende Informationen und Merkblätter, unter anderem zu den Themen Zulassungsverfahren, Ausstattung der Betriebsräume, Hygieneanforderungen usw. ,finden Sie auf den Seiten des Regierungspräsidiums Darmstadt sowie der Stadt Kassel.

 

Fleischhygiene

Fleisch zählt zu unseren Grundnahrungsmitteln. Gleichzeitig stellt es mit seinem ernährungsphysiologisch wichtigen aber mikrobiologisch problematischen hohen Eiweißanteil einen höchst sensiblen Rohstoff dar, der im gesamten Ablauf seiner Gewinnung und Verarbeitung höchster Sorgfalt bedarf.

In den Mastbetrieben werden Kontrollen durchgeführt, mit dem Ziel sicherzustellen, dass bei den Tieren kein mit Agrarchemikalien oder sonstigen unerwünschten Stoffen behaftetes Futter eingesetzt wird.

Jedes einzelne geschlachtete Tier wird im Rahmen der amtlichen Untersuchung von fachkundigem Personal begutachtet. Diese Untersuchungen beziehen sich sowohl auf das lebende Tier vor der Schlachtung als auch auf den Tierkörper und alle inneren Organe im Anschluss an die Schlachtung.

Neben der reinen Besichtigung aller Teile des geschlachteten Tieres werden im Verdachtsfall oder stichprobenweise auch weitergehende Untersuchungen verschiedener Gewebe des Tierkörpers vorgenommen, so z.B. auf Rückstände von Arzneimitteln oder verbotener Stoffe.

Weiterhin unterliegen alle Verarbeitungsschritte vom Zerteilen (Fachbegriff ist hier das "Zerlegen") bis hin zur Herstellung und Inverkehrbringen jeder Art von Produkten, die Fleisch enthalten, der amtlichen Lebensmittelüberwachung. Ziel dieser aufwendigen und kostenintensiven Kontrollen ist es, dem Verbraucher beim Verzehr des hochwertigen Lebensmittels Fleisch die größtmögliche Sicherheit und Qualität zu bieten.

 

Trichinenuntersuchungen

Bitte beachten Sie die geänderten Zeiten der Trichinenuntersuchung und -probenannahme im Zeitraum vom 03.10.2022 bis 09.10.2022 unter dem Reiter "Aktuelles".

Ab 04.10.2021 gelten folgende Annahme, Untersuchungs- und Freigabezeiten:

Abgabezeit in Reichelsheim: montags bis freitags 8:30 bis 13:00 Uhr

Abgabezeit am Bürgerservice des Landratsamtes in Erbach: montags, dienstags, donnerstags und freitags 8:00 bis 12:00 Uhr sowie donnerstags von 14:00 bis 17:30 Uhr

Untersuchungszeit: montags*, mittwochs und freitags ab 11:30 Uhr

Freigabezeit**: montags, mittwochs und freitags 16:00 Uhr

* Ist der Montag ein Feiertag, verschieben sich die Untersuchungstage auf Dienstag, Donnerstag und Freitag!
** Proben, die an den Untersuchungstagen bis 9 Uhr abgegeben werden, können am selben Tag untersucht und freigegeben werden. Später abgegebene Proben werden erst am folgenden Untersuchungstag untersucht und freigegeben.

Ihre Ansprechpartner im Bereich Lebensmittelüberwachung und Fleischhygiene:

Anja Sophie Herrmann
amtliche Tierärztin
Telefon: 06062 70-3496
E-Mail: a.herrmann@odenwaldkreis.de

 

Dr. Yvonne Lannig

amtliche Tierärztin
Telefon: 06062 70-4969
E-Mail: y.lannig@odenwaldkreis.de

 

Öczan Taş
Amtstierarzt
Telefon: 06062 70-3612
E-Mail: o.tas@odenwaldkreis.de

 

Irena Arend
Amtliche Fachassistentin der Schlachttier- und Fleischuntersuchung
Telefon: 06062 70-1213
E-Mail: i.arend@odenwaldkreis.de
 

Jasmin Bunke
Lebensmittelkontrolleurin
Telefon: 06062 70-1832
E-Mail: j.bunke@odenwaldkreis.de
 

Uwe Braun
Lebensmittelkontrolleur
Telefon: 06062 70-1208
E-Mail: u.braun@odenwaldkreis.de
 

Francis Fernandes
Lebensmittelkontrolleur
Telefon: 06062 70-1214
E-Mail: f.fernandes@odenwaldkreis.de
 

Maximiliane Miksche
Lebensmittelkontrolleurin
Telefon: 06062 70-3769
E-Mail: m.miksche@odenwaldkreis.de
 

Andreas Schinkel
Lebensmittelkontrolleur
Telefon: 06062 70-1209
E-Mail: a.schinkel@odenwaldkreis.de
 

Renate Wolf
Lebensmittelkontrolleurin
Telefon: 06062 70-1216
r.wolf@odenwaldkreis.de
 

Bernadette Fabian
Sachbearbeitung Verwaltung
Telefon: 06062 70-1204
E-Mail: b.fabian@odenwaldkreis.de
 

Jacqueline Flath
Sachbearbeitung Verwaltung
Telefon: 06062 70-2363
E-Mail: j.flath@odenwaldkreis.de

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