Public Viewing bei der Fußball-WM

Public Viewing bei der Fußball-WM 2018: Für Genehmigungen ist die Kreisbehörde zuständig

Die Bundesregierung hat eine Verordnung über den Lärmschutz bei öffentlichen Fernsehübertragungen im Freien beschlossen. Damit ist das sogenannte Public Viewing während der Fußball-Weltmeisterschaft vom 14. Juni bis 15. Juli 2018 auch für späte Spiele möglich.

 

Die Übertragung zahlreicher Spiele der Fußball-WM beginnt erst ab 20:00 Uhr – Spielende ist um 22:00 Uhr, spätestens jedoch vor 23:00 Uhr. Aufgrund des Beginns der Nachtruhe ab 22:00 Uhr kann das zu Konflikten mit dem nächtlichen Lärmschutz führen. Da es sich bei der Fußball-WM um eine internationale Sportveranstaltung von herausragender Bedeutung handelt, gelten – wie schon für frühere Fußball-Welt- und Europameisterschaften – Ausnahmeregelungen.

 

Alle öffentlichen „Public Viewing“-Veranstaltungen, dazu zählen auch Live-Übertragungen in Zelten, Biergärten und in der Außenbewirtschaftung von Gaststätten, fallen unter diese Verordnung. Übertragungen in Gaststätten oder bei privaten Veranstaltungen, zum Beispiel auf der Terrasse, dem Balkon oder im Garten unterliegen nicht dieser Verordnung.

 

Der Veranstalter, bei Gaststätten der Betreiber, hat mindestens drei Werktage vor dem ersten Spiel, das übertragen werden soll, einen Antrag zur Zulassung der „Public Viewing“-Veranstaltungen bei der zuständigen Behörde stellen. Im Odenwaldkreis ist dies die Abteilung Umwelt und Naturschutz – Untere Immissionsschutzbehörde –. Der Antrag muss den Namen des Veranstalters, eine verantwortliche Person (incl. Angabe einer Telefonnummer unter der die verantwortliche Person dauerhaft während der Veranstaltung erreichbar ist), den Veranstaltungsort und das öffentlich darzubietende Spiel beinhalten. Hier finden Sie ein entsprechendes Formular.

 

Die Zulassung der "Public Viewing-Veranstaltungen" steht im Ermessen der zuständigen Behörde, die dabei das öffentliche Interesse gegen den Schutz der Nachbarschaft vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Geräusche abwägen muss.

 

Zum Schutz der Anwohner weist die Untere Immissionsschutzbehörde darauf hin, dass lärmmindernde Maßnahmen zu berücksichtigen sind. So sollten Lautsprecher so aufgestellt werden, dass die Abstrahlrichtung von der Wohnbebauung abgewandt ist; zudem dürfen nach 22:00 Uhr keine Gasfanfaren, Vuvuzelas oder ähnliches benutzt werden. Weitergehende Auskünfte erteilen die Mitarbeiter der Abt. Umwelt und Naturschutz - Untere Immissionsschutzbehörde: Alexander Schäfer (Tel.: 06062 70-1102), Raina Kessler (Tel.: 06062 70-101) und Klaus Bischoff (Tel.: 06062 70-332).

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